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Der eigene Laden – Selbstständigkeit im Einzelhandel

von Claudia Rothenhorst

Zwar ist der Onlinehandel besonders in Zeiten der Corona-Krise sehr gefragt und stellt selbst große Einzelhändler vor Probleme. Dennoch kann ein durchdachter und spezialisierter Einzelhandel durchaus Sinn ergeben. Wie das Projekt „eigener Laden“ angegangen wird, zeigen wir im Folgenden.

Der Traum vom eigenen Laden beginnt meist mit einer Idee. Sinnvoll ist diese, wenn es darum geht, lokal ein bestimmtes Produkt zu verkaufen. Oder aber es handelt sich um ein völlig anderes Konzept? Wichtig ist, gerade zu Beginn, das Ganze einem Realitätscheck zu unterziehen. Letztendlich liegen Erfolg und Scheitern sehr eng beieinander. Ein weiterer Punkt, der im Fokus stehen sollte, ist ein mögliches Alleinstellungsmerkmal. Damit ist etwas gemeint, was den Laden einzigartig oder zumindest besonders macht. Das können spezielle Produkte sein oder aber auch ein besonderes Ambiente. Etwas aufwendige Dekorationen mithilfe von Glasdruck. Es ist bewundernswert, was der professionelle Glasdruck heute zu leisten imstande ist. So kann alleine mit dem Aussehen des Ladens für Interesse gesorgt werden.

Abseits vom Gestalterischen gilt es einige Fragen zu beantworten

  • Was hat das Geschäft oder der Laden im Angebot, das es vor Ort nicht oder nur sehr begrenzt gibt?
  • Welche Punkte machen das Angebot speziell und wie kann das Erlebnis des Ladens unverwechselbar gemacht werden (Stichwort: Glasdruck)?
  • Was für eine Zielgruppe soll angesprochen werden?
  • Ist diese Zielgruppe lokal vertreten und währen die zu erwartenden Kunden ausreichend, um das Ladenkonzept zu tragen?

Da für den Businessplan ohnehin die Geschäftsidee formuliert werden muss, ist es an dieser Stelle bereits hilfreich, sich schriftliche Notizen zu machen.

Einen entscheidenden Faktor spielen beim Eröffnen eines Ladens selbstverständlich die Kosten. So mögen die Aufwendungen für besagten Glasdruck noch relativ überschaubar sein. Mietkosten, Nebenkosten, Ausstattung, Einrichtung, Arbeitskleidung, Versicherungen, Kassensystem und vieles andere müssen jedoch erst einmal gestemmt werden. Somit ist es hilfreich, eine möglichst detaillierte Liste zu verfassen, in denen eine Kostenschätzung anhand realistischer Einschätzungen vorgenommen wird.

Wichtig in diesem Punkt ist herauszufinden, was der eigene Laden pro Tag kostet. Mit diesem Kostenpunkt lässt sich in der Folge dann auch berechnen, wie viel Umsatz generiert werden muss, um das Ganze auf eine sichere Basis zu stellen. Damit einhergeht zudem, das klar ist, ob der eigene Laden aus eigenen Mitteln oder mithilfe von Fremdkapital finanziert werden muss.

So geht es weiter

Sind diese Fragen geklärt, gilt es den optimalen Standort für das Ladenlokal zu finden. Hierbei ist zu beachten, das Geschäft sowie Geschäftsidee miteinander verwoben sind. Eine Businessidee, die Laufkundschaft anzieht, passt gut in die Fußgängerzone. Hier sind die Mietpreise jedoch recht hoch. Ein hoch spezialisiertes Geschäft in diesem Bereich, das dennoch gezieltes Marketing bräuchte, um Kunden anzuziehen, ist hier eher fehl am Platz. In diesem Punkt kann dann auch gleich über Gestaltungsmöglichkeiten, Werbemaßnahmen und besagten Glasdruck nachgedacht werden. Braucht es Raum für saisonale Angebote? Werbeflächen für Events?

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Abschließend ist es dann noch nötig, sich mit den formellen Dingen auseinanderzusetzen. Hierzu gehören die Genehmigungen sowie die Vorschriften. Der unbeliebte Papierkram ist jedoch wichtig. Dabei sollte im Vorfeld schon geklärt werden, welche Vorgaben und Vorschriften für den entsprechenden Laden beim Ordnungs- und Bauamt gelten. Eventuell müssen Genehmigungen eingeholt werden, die vorab zu beantragen sind.

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