Personalführung als Selbstständiger bzw. Kleinunternehmer

Kleinunternehmen Mitarbeiterfuehrung Wenn Sie sich dazu entschließen, sich selbstständig zu machen, ein Kleinunternehmer sind oder einen solchen Betrieb übernehmen, so ist es wichtig, dass verschiedene Aspekte genau unter die Lupe genommen werden. Hierzu gehört besonders die Personalführung, denn Sie werden feststellen, dass es rechtliche Unterschiede gibt und die Mitarbeiter anders als in Großunternehmen geführt werden müssen. Nachfolgend werden einige Gesichtspunkte näher erläutert. Steuertechnische und gewerbliche Erfassung von Mitarbeitern bei Ihnen Wenn Sie sich selbstständig machen wollen, so ist dies mit verschiedenen bürokratischen Schritten verbunden. Dazu wird zunächst die „Anmeldung des Gewerbes“ gehören. Schon hier werden Sie befragt, ob Sie über Mitarbeiter verfügen werden. Dies wird in der Gewerbe-Anmeldung schon hinterlegt. Die Daten werden an das örtliche Finanzamt weitergeleitet. Von dort bekommen Sie einen „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ zugesandt. Unter Punkt 6 „Angaben zur Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer“ sind die Mitarbeiter einzutragen. Hierbei gibt es jedoch einige Unterscheidungen: Diese liegen darin, ob „Familienangehörige“ oder „geringfügig Beschäftigte“ für Sie tätig sind. Die Unterlagen sind gewissenhaft auszufüllen, denn daraus werden Teile Ihrer Steuerlast errechnet. Fehler können zu Problemen bei mit den Behörden führen. Bußgelder oder gar gerichtliche Verfahren können hier schnell die Folge sein. Alle Fristen müssen unbedingt eingehalten und dokumentiert werden. Die Personalführung Die Personalführung in einem kleinen Unternehmen sollte anders sein, als die in einem großen Unternehmen. In einem kleinen Betrieb werden Sie viel enger mit den Mitarbeitern zusammenarbeiten. Dies erfordert es, anders mit diesen umzugehen. Wer sich in kurzer Zeit intensiv mit dem Thema Arbeitsrecht auseinander setzen möchte für den kann sich die Teilnahme an einem Arbeitsrecht-Seminar lohnen.
Teamwork
Der Zusammenhalt im Team ist besonders wichtig für kleine und mittelständische Unternehmen.
Bei der Personalführung in einem kleinen Betrieb werden viele Kleinigkeiten den Unterschied machen. Damit können Sie andere Defizite, welche beispielsweise in der Bezahlung liegen können ausgleichen, so wird eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit hergestellt, welche dazu führt, dass die Produktivität auf einem hohen Level liegen wird. Auch ist festzuhalten, dass zufriedene Mitarbeiter weniger krankheitsbedingt fehlen werden, was zu einem noch besseren Betriebsergebnis führen wird. Es ist wichtig, die für Sie arbeitenden Leute „mitzunehmen“. Machen Sie Ihnen klar, dass jeder von ihnen eine große Rolle spielt um den Erfolg zu garantieren. Stellen Sie die Stärken Ihres Betriebes heraus, argumentieren Sie, dass Ihr Teamgeist eine der Stärken sein wird. Versuchen Sie eine Art von „Familie“ herzustellen. Dafür ist es wichtig, dass Sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Die schon angesprochenen Details sind dabei ausschlaggebend. Gratulieren Sie den Mitarbeitern persönlich zu deren Geburtstagen und überreichen Sie kleine Präsente. Glückwünsche wenn Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat sind immer angebracht und werden positiv entgegengenommen. Auch die Vorgabe von internen Zielen, bei deren Erreichung es Prämien für das gesamte Team gibt wird die Verbundenheit stärken. Die Durchführung von Betriebsfeiern und -ausflügen werden das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und sich auf die Moral auswirken. In vielen Unternehmen hat es sich herausgestellt, dass die Art wie die Mitarbeiter angesprochen werden einen großen Unterschied ausmachen kann. Die Ansprache beim Vornamen und das „Duzen“ wird sogar bei einem der Weltmarktführer im Möbelhandel verwendet, da festgestellt wurde, dass so eine noch größere Verbundenheit und damit ein höherer Einsatz generiert werden kann. Befragen Sie Ihr Team zu deren Meinungen und gehen Sie darauf ein. Argumentieren Sie warum Entscheidungen getroffen wurden und beharren Sie nicht auf Ihrer Position. Das Annehmen von Vorschlägen durch die Mitarbeiter wird diese noch mehr motivieren, die Zufriedenheit steigern und für ein angenehmes Betriebsklima sorgen in dem sich jeder Mitarbeiter wohlfühlen wird.

Lean Startup – Selbstständigkeit für den kleinen Geldbeutel

Startups sind cool. Ständig lesen wir von innovativen jungen Gründern, die sich mit ihrer Geschäftsidee ein Millionen-Investment gesichert haben. Diese Unternehmen werden dann unter Aufsicht ihrer Investoren zu Marktführern gedrillt. Die klassische Gründung kann hier natürlich keinen vergleichbaren Wow-Faktor vorweisen. Früher war die Finanzierung über Bankkredite für Gründer der einzige Weg in die Selbstständigkeit. Die Hürden für diese Kredite werden allerdings immer höher und sind mit großem Aufwand und langwierigen Verhandlungen verbunden. Aus diesem Grund sind alternative Gründungsmodelle auf dem Vormarsch. Das Lean Startup ist eines der erfolgreichsten Konzepte unter ihnen.
Lean Startup - eine clevere Idee zu gründen.
Lean Startup – eine clevere Idee zu gründen.

Was ist das Lean Startup Konzept?

Unter diesem Namen wurde es das erste Mal 2008 von Eric Ries in seinem Buch „The Lean Startup“ beschrieben. Darin skizziert er den Prozess, mit dem man ein Startup ohne Jahre der Planung und Forschung auf den Weg bringt. Zentrales Objekt des Lean Startups ist das MVP (Minimum Viable Product), also ein Produkt, das annähernd funktionsfähig ist. Da dieses Produkt innerhalb kurzer Zeit und mit wenig Investition entwickelt werden kann, ist eine Präsentation vor dem Kunden relativ zeitig möglich. Der Kundenkontakt ist das zweite Standbein, auf dem das Lean Startup basiert. Statt dem Kunden ein ausgereiftes, fertiges Produkt zu bieten, nutzt man das MVP. Nun kann man durch Kundenfeedback und Analyse des Kundenverhaltens Verbesserungen am Produkt vornehmen. Indem man diesen Prozess iterativ anwendet, entsteht so mit der Zeit das bestmögliche Produkt.

Herausforderungen des Lean Startups

Das Konzept klingt zunächst super, da wenig Kapital benötigt wird und sichergestellt ist, dass man am Ende ein Produkt erhält, welches den Kunden zusagt. Doch neben all den Vorteilen gibt es einige Herausforderungen, denen man sich stellen muss, wenn man sich für diesen Weg entscheidet. Fehlender Cash-Flow: Viele Kritiker der schmaleren Gründungsmodelle merken an, dass der Gründer ohne Fremdkapital schnell auf dem Trockenen sitzen wird. Beim Lean Startup kann dieses Problem relativ einfach gelöst werden. Indem man sein MVP als Early-Access-Produkt zu einem reduzierten Preis anbietet, gewinnt man wichtige Kunden, die für den Entwicklungsprozess gebraucht werden. Zudem wird ein stetig wachsender Cash-Flow generiert. Angst vor Blamage: Von klein auf werden wir dazu erzogen möglichst fertige Dinge zu präsentieren. Das Konzept des Lean Startups läuft dieser Erziehung zuwider. Es bedarf einigen Mutes, Kunden ein halbfertiges Produkt zu präsentieren. Doch hat man sich erst mal überwunden stellt man fest, dass Kunden durchaus Interesse an dem Entwicklungsprozess haben. Dadurch, dass sie die Richtung der Produktentwicklung mitbestimmen können, entsteht bei ihnen eine Loyalität, die sonst nur schwer zu erreichen ist. Geschäftsplanung: Gut geplant ist halb gewonnen. Das mag auf viele Bereiche zutreffen, aber nicht auf das Lean Startup. Monate mit einer Detailplanung zu verbringen passt nicht zum effizienten Konzept. Das heißt nicht, dass man sich planlos Hals über Kopf ins Getümmel stürzen soll. Vielmehr muss ein reduziertes Planungswerkzeug her. Einfache Varianten wie eine Business Model Canvas oder ein Pitch Deck reichen vollkommen aus, um einen grundlegenden Rahmenplan der Gründung anzufertigen. Geringes Wachstum: Ein Lean Startup wird selten die Wachstumszahlen einer Risikokapitalgründung erreichen. Das ist auch gar nicht das Ziel. Das Ziel ist der Aufbau eines nachhaltigen Unternehmens, das am Ende ein Produkt vorweisen kann, welches die Kunden auch wirklich kaufen wollen.

Lean Startup und Bootstrapping

Lean Startup und Bootstrapping passen zusammen wie Topf und Deckel. Bootstrapping ist die Gründung eines Unternehmens ohne fremdes Kapital. Man finanziert sich also komplett über Eigenkapital. Die Gründung als Lean Startup mit seinem beständig wachsenden Cash-Flow hilft, die Zeit bis zum Break-Even zu verkürzen. Unternehmen mit traditionellem Zeitplan müssen hingegen die Kosten der Planungs- und Gründungsphase überbrücken, bis sie überhaupt mit Umsatz rechnen können. Lean Bootstrapping eignet sich auch exzellent für Nebenerwerbsgründungen, da der Arbeitsaufwand in der Anfangsphase überschaubar ist und die Kosten mit den Einnahmen der Hauptbeschäftigung gedeckt werden können. Das Risiko eines Totalausfalls wird hierbei auch stark gesenkt, da die Existenz nicht am Erfolg des Startups hängt.

Fazit

Lean Startups sind kein Allheilmittel. Doch mit ihrem schlanken Design und in Verbindung mit Bootstrapping reduzieren sie die Einstiegshürden für Gründer – und solche, die es werden wollen. Deren häufigster Grund für das Scheitern ist das Anbieten eines Produktes, für das sich kein Kunde interessiert. Da die Kunden in diesem Fall das Produkt allerdings mitentwickeln, wird diese Gefahr reduziert, wenn nicht sogar ausgeschlossen. Wenn du also vorhast ein nachhaltig erfolgreiches Unternehmen zu gründen, prüfe genau, ob das Lean Startup der richtige Weg für dich sein könnte. Frei nach dem Motto: Taten sagen mehr als Worte. Der Autor: Julius Pankoke ist content contributor and Startup-Enthusiast. Seine Spezialgebiete sind Entrepreneurship, Business Development und Digitales Marketing. Er schreibt und liest gern gute Blogartikel. Bei SmartBusinessPlan hilft er Gründern exzellente Businesspläne zu schreiben.  

Wie Du sicher deine Ziele erreichen kannst

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Hallo, mein Name ist Sven und ich möchte in diesem Beitrag die Methode zeigen, wie man erfolgreich seine Ziele abarbeitet. Ehrlich gesagt ist die Methode dahinter sehr einfach, doch bei vielen Leuten scheitert es einfach bei der Umsetzung. Wer kennt es nicht? Es stehen zig Dinge an, die erledigt werden müssen: Hausaufgaben, Terminvereinbarungen, Einkaufen, Putzen, etc. Man hat das Gefühl, dass die Aufgaben sich häufen und ein Ende scheint nicht in Sicht zu sein. Wenn auch du schon oft vor der gleichen Situation standest, dann dürfte dir dieser Artikel sehr weiterhelfen. Fangen wir mit dem ersten Tipp an:

1. To Do Liste

Ja, ich bin mir sicher, du hast diesen Tipp schon oft gehört. Doch hast du ihn auch umgesetzt? Viele Leute, denen ich diese Frage gestellt habe, haben mit einem „Nein“ geantwortet. Es schien für sie eine richtige Anstrengung darzustellen. Dabei ist es so einfach: Nimm einen Zettel und schreibe Dir alles auf, was Du noch zu erledigen hast.
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Mit einer To Do-Liste kannst du deine Ziele erreichen
Danach untergliederst du diese Aufgaben in Prioritäten. Die Aufgaben, denen du die höchste Priorität zuweist, stehen auf der Liste natürlich an oberster Stelle. Lege dir anschließend diese Liste an einen Platz, an dem du mehrmals am Tag hinschaust. Sei es auf dem Schreibtisch, an deinem Arbeitsplatz, in der Küche, an deiner Wand – egal wo, Hauptsache du hast es immer im Blickfeld! Warum aber sollst du das tun? Weil du dadurch konstant einen leichten „Stress“ verspürst. Du wirst dich automatisch nicht entspannen können, weil du weißt, dass diese Aufgaben noch erledigt sein müssen. Somit wird sich in deinem Unterbewusstsein ein Zustand einsetzen, der dich dazu verleiten wird, produktiver zu werden. Vielleicht wirst du noch ein oder zwei Tage brauchen. Aber du wirst definitiv in der nächsten Zeit damit anfangen. Schließlich möchtest du dich doch entspannen oder nicht?

2. Ruf deine Freunde an

Nein, nicht zum stundenlangen Telefonieren! Sondern zur Hilfe für deine Aufgaben. Es gibt viele Aufgaben, die man einfach ungern alleine erledigt. Bei mir wäre es zum Beispiel der Besuch des Fitnessstudios. Alleine gehe ich wirklich echt ungern hin! Ich weiß aber, dass ich den Sport nicht vernachlässigen darf. Also habe ich einen Freund dazu überreden können, mich zu begleiten. Das Tolle hierbei ist, dass es für beide Seiten eine gewinnbringende Situation ist: Wir beide trainieren gemeinsam und fördern unsere Gesundheit und haben sogar Spaß dabei! Also schnapp auch du dir einen deiner Freunde oder gleich mehrere, und versuche so, deine unangenehmen Aufgaben zu erledigen. Du wirst sehen, dass es dir deutlich einfacher fällt, wenn du jemanden an deiner Seite hast.

3. Arbeite mit Belohnungen

Wir Menschen sind leicht zu verführen. Auch ich erwische mich immer in Momenten, bei dem ich mir bewusst werde, dass ich gerade einen Fehler begehe. Spätestens der Blick im Spiegel macht mir das wieder deutlich 😉
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Nach der Arbeit kommt die Belohnung
Es wichtig, dass du die goldene Mitte findest. Du sollst dich nicht zu sehr stressen, denn das schadet deiner Gesundheit enorm. Du sollst aber auch nicht auf der faulen Haut liegen. Wie wäre es also, wenn du einfach beides miteinander kombinierst? Ich zum Beispiel liebe Serien. Ich weiß aber, dass wenn ich einmal anfange, eine Folge meiner Lieblingsserie zu schauen, ich mich für nichts anderes mehr motivieren kann. Was mache ich also? Du kannst es schon bestimmt erahnen, oder? Richtig! Ich erledige zuerst meine Aufgaben, die ich mir für diesen Tag vorgenommen habe. Meinetwegen greife ich auch auf Punkt 2 zurück, aber Hauptsache ich habe sie erledigt. Und dann belohne ich mich abends mit einer Folge meiner Lieblingsserie. So kannst du dich langfristig motivieren und du wirst sehen, wie produktiv du sein wirst. Probiere diese drei Methoden aus und ich versichere dir, dass deine To-Do-Liste binnen kürzester Zeit komplett abgearbeitet ist! Wichtig ist nur, dass du endlich anfängst, denn deine Aufgaben werden nicht weniger 😉 Übrigens: Mit welchen Fähigkeiten und Eigenschaften Du als Selbständiger oder Unternehmer deine Ziele erreichst, beschreibt Matthias Böhmichen in einem weiteren Beitrag.

„Touch.Point.Sieg.“ Über die Kommunikation in digitalen Zeiten

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Wir stehen vor einer neuen Ära der Kommunikation. Menschen lernen, mit Maschinen zu reden, und Maschinen lernen, mit Menschen zu reden. Die voranschreitende Digitalisierung macht dies möglich. Sie betrifft letztlich jeden Unternehmensbereich. Kein einziges Unternehmen kann sich dem entziehen. Schon längst sind viele digitale Annehmlichkeiten für die Kunden ganz selbstverständlich. Das heißt, sie lösen höchstens Zufriedenheit aus. Doch Geldscheine winken vor allem in der Begeisterungszone. Dazu werden Einfühlungsvermögen und Leidenschaft für die Belange der Kunden gebraucht. Wo aber Technokraten agieren, besteht die Gefahr, dass sich alles um Systeme, Prozesse und Daten sowie ums Analysieren und Messen dreht. Die Menschlichkeit in der Kundenbeziehung bleibt dabei oft auf der Strecke. Um jedoch in den Begeisterungsbereich vorzustoßen, wird genau diese gebraucht. altes TelefonMenschlichkeit äußert sich in Emotionalität, in Nützlichkeit und in Sinnlichkeit. Sie zeigt der kalten Technik ein heiteres Gesicht. Sie sorgt für Reputation, für Identifikation, für Loyalität und für Empfehlungsbereitschaft – und damit auch für neue Kunden und gutes Geschäft. Vor allem um solche Facetten geht es im jüngsten Buch von Business-Coach und Vortragsrednerin Anne M. Schüller: „Touch.Point.Sieg.“ • Touch: Teil 1 des Buches verschafft Einsichten darüber, welche Mittel und Wege der Kommunikation den Kunden tatsächlich berühren und zum Ja-Sagen bringen. Erkenntnisse aus der modernen Gehirn- und Verhaltensforschung kommen dabei zu Hilfe. • Point: Teil 2 des Buches beschäftigt sich mit den Berührungspunkten zwischen Anbieter und Kunde. Hierbei geht es vor allem um die Touchpoint-Analyse, die Customer-Journey und weitere Umsetzungskonzepte, in die die Mitarbeiter aktiv eingebunden werden. • Sieg: In Teil 3 des Buches geht es um Content-Marketing, Communitys, Crowdsourcing und weitere Facetten einer zukunftsweisenden Kommunikation. Hierzu gehört auch ein neues Berufsbild: der Customer Touchpoint Manager. Als Advokat des Kunden sorgt er für eine Synchronisierung aller Prozesse. Das Buch ist praxisorientiert und erfreulich gut zu lesen, quasi ein Muss für jeden Unternehmer und alle kundennahen Mitarbeiter. Es komplettiert die Trilogie der mehrfach ausgezeichneten Bestsellerautorin zum Thema Touchpoint Management. In ihrem ersten Buch „Touchpoints“ geht es um gelingende Kundenbeziehungen in Social-Media-Zeiten. Und in ihrem zweiten Buch „Das Touchpoint Unternehmen” geht es um Mitarbeiterführung in unserer neuen Arbeitswelt.
Die Bibliographie
Buch: Touch.Point.SiegAnne M. Schüller Touch.Point.Sieg. Kommunikation in Zeiten der digitalen Transformation Gabal Verlag 2016, 380 Seiten, gebunden, 29,90 Euro ISBN: 978-3-86936-694-4 Zur Bestellung: http://www.touchpoint-management.de/bestellung-touchpointsieg.html

Der Businessplan: Ihr erster Schritt auf dem Weg zum Erfolg

Die Geschäftsidee ist da, doch die Zeit ist knapp. Viele angehende Existenzgründer stellen sich daher die Frage, ob sie zwingend einen Businessplan brauchen, um erfolgreich zu sein. Hier erfahren Sie, was ein Businessplan ist und wozu er benötigt wird. (Der Businessplan wird oft auch noch Geschäftsplan genannt. Der Einfachheit halber sprechen wir nachfolgendend einheitlich von Businessplan.)

Bei klarer Sicht das Ziel ansteuern

Der Businessplan ist ein zentraler Baustein jeder geschäftlichen Neugründung. Oft wird nicht damit gerechnet, wie sinnvoll es sein kann, vorab die eigenen Gedanken und Einfälle in einer Niederschrift zu sortieren. Erst hierbei wird in der Analyse so manche Lücke deutlich; auch Widersprüchlichkeiten zeichnen sich klarer ab.
Den Businessplan durchrechnen
Den Businessplan durchrechnen
Zudem verschafft eine erste Schätzung der Einnahmen und Kosten Gründern Klarheit über die Rentabilität und damit die Sinnhaftigkeit eines in Planung befindlichen Unternehmens. Hieraus resultiert die Kapitalbedarfsplanung, die auch im späteren Verlauf immer wieder überprüfend herangezogen und mit der tatsächlichen Entwicklung verglichen werden kann. Im Rahmen einer ersten Marktanalyse zeigt sich zudem nicht nur, wo potentielle Kunden zu finden sind, sondern auch, ob es Konkurrenzunternehmen gibt und wie stark diese den vorhandenen Markt bereits abdecken. Lese-Tipp: Wie Sie sich nebenberuflich selbstständig machen.

Geldgeber überzeugen

Für die meisten Gründungen wird Startkapital aus fremder Hand benötigt. Nicht nur bei Banken, sondern auch bei der Beantragung von Fördermitteln oder modernen Finanzierungsvarianten wie dem Crowdfunding ist ein Businessplan unabdingbar.
MIt dem Businessplan Geldgeber überzeugen
MIt dem Businessplan Geldgeber überzeugen
Er begründet stichhaltig, wozu die Finanzspritze benötigt wird, zeigt Geldgebern aber auch, ob ihre Investition sinnvoll angelegt sein wird. Vorteilhaft ist daran, dass auf diese Weise der eigene Plan nochmals von anderer Seite genau unter die Lupe genommen wird. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich vieles noch folgenlos nachjustieren. Kritik birgt hierbei also Chancen auf eine sicherere Planung. Lese-Tipp: Wer sich selbstständig machen möchte, findet im kostenlosen E-Book von www.gruendercheck.com noch mehr Tipps und Infos zum erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit.

Den Weg zum Erfolg mit einem Businessplan ebnen

Zahlreiche Branchen planen sehr langfristig, wenn es um den Einkauf von Rohstoffen, Dienstleistungen oder anderen benötigten Produkten geht. Hier dreht sich alles um gute Kontakte und nachhaltige Konkurrenzfähigkeit in Bezug auf Preise oder andere Vorteile, die von Lieferanten erwartet werden.
Als Startup braucht man einen Businessplan
Als Startup braucht man einen Businessplan
Mit einem schlüssig ausgearbeiteten Businessplan können Sie Ihre zukünftigen Kunden schon im Voraus neugierig machen und für Ihre Leistungen begeistern. Genauso lassen sich mithilfe des Businessplans auch zukünftige Partnerschaften mit anderen Unternehmen sondieren. Doch Vorsicht: Nicht jede Information, nach denen Banken fragen, geht auch diese Zielgruppen etwas an. Es empfiehlt sich daher, den vorhandenen Businessplan adressatengerecht so umzuschreiben, dass er keine Geschäftsgeheimnisse an strategische Partner und potentielle Kunden preisgibt.

Ein klares Bild zeichnen

Ein guter Businessplan sollte allgemein verständlich sein und das Vorhaben in allen wichtigen Aspekten klar strukturiert beschreiben. Zunächst sind hierbei Informationen zur Planung der Geschäftsform wichtig. Da Haftungsfragen und Unternehmensgröße nur Teile der zu beachtenden Aspekte sind, zieht man am besten einen Steuerberater oder Notar zu Rate.
Wie ist die Eignung des Gründers für das Business?
Wie ist die Eignung des Gründers für das Business?
Die Eignung des Gründers wird durch seinen Lebenslauf sowie Zeugnisse belegt. Beides sollte zeigen, dass das passende fachliche Know-How vorhanden ist, wozu immer auch kaufmännische Fähigkeiten zählen. Im Anschluss an einen kurzen Überblick über die Branche und deren aktuelle Wettbewerbssituation sollten Vor- und Nachteile des angepeilten Unternehmensstandortes und dessen Infrastruktur erläutert werden. Lese-Tipp: Interview mit Springest-Gründer Ruben Timmerman Die Produkte oder Dienstleistungen der Gründung müssen klar zur Geltung kommen, weshalb auch Ihre Vorteile und der Kundennutzen ausführlich gezeigt werden sollten. Dazu gehört eine Beschreibung der Werbe- und Marketingplanung, aber auch der anvisierten Vertriebsstruktur. Sobald Geldgeber hiervon überzeugt werden können, fällt die Verteidigung des Kostenplans deutlich leichter. Auch die Kosten sollten am besten mit einem Fachmann besprochen werden; gerade unerfahrene Gründer verschätzen sich hier leicht. All diese Angaben laufen darauf hinaus, den Kapitalbedarf realistisch zu berechnen und begründen.
Der Businessplan - gut formuliert hilft er beim Wachstum
Der Businessplan – gut formuliert hilft er beim Wachstum
 

Fazit zum Thema Businessplan

Die Erstellung eines Businessplans hilft nicht nur dabei, Geldgeber zu überzeugen. Mit einem anhand dieser Tipps ausgearbeiteten Businessplan kommen Sie auch Ihrem Erfolg mit der eigenen Firma ein gutes Stück näher.

Six Thinking Hats – Eine Methode für mehr Kreativität in Meetings

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Meetings sind in einem Unternehmen unerlässlich, um alle Mitarbeiter an einen Tisch zu bringen, Ziele der Firma zu besprechen, weitere Verfahrensweisen zu erläutern und neue Ideen zu schaffen. Oftmals verlaufen solche Zusammentreffen jedoch im Sande und bleiben ineffektiv, da die Teilnehmer unter Umständen gar nicht zu Wort kommen oder nicht miteinander kommunizieren. Spricht zumeist nur der Vorgesetzte oder beharrt eine Person unnachgiebig auf ihrem Standpunkt und werden wichtige Blickwinkel und Aspekte bei einer Fragestellung außer Acht gelassen, so bleibt das Meeting unproduktiv und wirklich gute Ansatzpunkte womöglich ungehört.

Die Six Thinking Hats Methode

HutDie Six Thinking Hats Methode von Edward de Bono soll diese hinkende Meeting-Kultur nun durchbrechen und für einen strukturierten, effizienten und kreativen Ablauf sorgen. Hierbei werden an die Teilnehmer des Meetings sechs Hüte oder wahlweise Armbänder oder Karteikarten in Weiß, Rot, Schwarz, Gelb, Grün und Blau verteilt. Jede Farbe steht nun für eine Denkweise, die während bestimmter Fragestellungen eingenommen werden soll. Dabei tragen alle Teilnehmer stets die gleiche Hutfarbe, um ein Chaos an verschiedenartigen Argumenten zu vermeiden und sich auch auf andere Blickwinkel einzulassen. Ist etwa gerade eine „grüne Phase“ eingeläutet, so dürfen kreative Ideen eingebracht werden. Wird dahingegen der weiße Hut aufgesetzt, so muss an ein Problem objektiv und analytisch herangegangen werden.

Wofür stehen die sechs verschiedenen Denkhüte?

Der weiße Hut – Bleiben Sie objektiv und neutral

Zu Beginn der Six Thinking Hats Strategie setzen alle Gruppenmitglieder den weißen Hut auf. Dieser steht für Objektivität, Neutralität und analytisches Denken. In dieser Phase der Besprechung dürfen nur objektiv benennbare Fakten auf den Tisch kommen. Ihre Mitarbeiter sollten hier etwa Daten und Zahlen sowie wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse oder Studien- und Testergebnisse vorlegen.

Der rote Hut – Gefühlen freien Lauf lassen

Den Kontrastpunkt zu erstgenannter Kopfbedeckung stellt der rote Hut dar. Hierbei dürfen alle Diskussionsteilnehmer ihre Gefühle bezüglich der jeweiligen Fragestellung ganz frei äußern. Wichtig dabei ist natürlich, dass von den anderen Teilnehmern keinerlei Wertung bezüglich der jeweiligen Emotionen vorgenommen wird.

Der schwarze Hut – Sich negativen Aspekten stellen

Ein Projekt sollte vor der Verwirklichung natürlich auch stets kritisch beäugt werden. Hierfür eignet sich der schwarze Hut, unter dem jede Fragestellung aus einer negativen Sichtweise beleuchtet werden darf. Risiken, Problemstellungen und eventuell aufgebrauchte finanzielle Mittel oder fehlende Kapazitäten sollen hier genannt werden.

Der gelbe Hut – Positive Seiten eines Projekts erkennen

Negativen Aspekten stehen jedoch auch fast immer positive Kriterien gegenüber, die bei lauter Schwarzmalerei oftmals vergessen werden. Unter dem gelben Hut soll daher optimistisch an eine Fragestellung herangegangen werden. Hier können etwa zu erwartende Einnahmen, die das finanzielle Minus wieder aufheben, oder zukünftige Zielvorstellungen und Hoffnungen eingebracht werden.

Der grüne Hut – Werden Sie kreativ!

Mann mit grünem Hut Das Team zu kreativen Ideen anzuregen ist wahrscheinlich einer der schwierigsten Aspekte in einem Unternehmen, denn für neue und manchmal auch unkonventionelle Ideen braucht es stets eine mutige Person, die sie ausspricht. Besonders kreative Personen halten sich in der Gruppe oftmals mit ihren Vorschlägen zurück, da sie sich vor der unter Umständen negativen Reaktion der Kollegen fürchten. Dem soll der grüne Hut entgegenwirken. Wird dieser getragen, so dürfen alle Teilnehmer jede noch so verrückte und ausgefallene Idee und Alternative nennen. Dadurch kommen Sie unter Umständen genau auf das fehlende Puzzlestück.

Der blaue Hut – Kopfbedeckung des Entscheidungsträgers

Oftmals empfiehlt es sich, das Meeting durch einen Moderator leiten zu lassen. Dieser zieht dann den blauen Hut auf und darf entscheiden, welche Kopfbedeckung die anderen Teilnehmer als nächstes aufziehen müssen. Daneben werden alle Gedanken und Lösungsansätze von ihm geordnet. Der Träger des blauen Hutes behält stets den Überblick und nimmt eine vermittelnde Position ein. Darüber hinaus sorgt er dafür, dass nicht eine Ansicht bzw. Farbe übermäßig zum Einsatz kommt. Er kann daneben auch eher introvertierte Mitarbeiter ermutigen und fördern.

So gestalten Sie Ihr Meeting mit der Six Thinking Hats Methode

Bunte BürolklammernDie Hüte sollten in der ersten Besprechungsrunde in der oben genannten Reihenfolge aufgesetzt werden. Klären Sie jedoch zuvor noch die Fragestellung oder das Problem, welches Sie angehen möchten. Zunächst kommt der weiße Hut zum Einsatz. Alle Teilnehmer sollen nun ausschließlich Zahlen, Daten und Fakten präsentieren. Wird zum roten Hut gewechselt, darf jeder seine persönliche und unter Umständen sogar gefühlsbetonte Ansicht einbringen. Wird der schwarze Hut aufgesetzt, so sollen sich alle Mitarbeiter über das „Worst-Case-Szenario“ Gedanken machen. Im Gegensatz dazu müssen Sie mit dem gelben Hut auf dem Kopf auch an die positiven Seiten eines Projekts denken. Spielt dann der grüne Hut eine Rolle, werden kreative Denkansätze gefordert. Am Ende der Diskussionsrunde wird der blaue Hut aufgesetzt. Alle Ergebnisse werden unter ihm zusammengetragen und zudem wird entschieden, ob eine andere Hutfarbe nochmals verwendet werden sollte, um eventuell unzureichend beleuchtete Punkte nochmals näher zu betrachten. Damit schlussendlich eine Zusammenfassung leichter funktioniert, können Sie alle vorherigen Ergebnisse schriftlich festhalten, zum Beispiel an einem Flipchart oder auf Folien.

Welche Effekte soll die Six Thinking Hats Strategie erzielen?

Die Six Thinking Hats Methode kann für ein Unternehmen zahlreiche Vorteile mit sich bringen: – Die Six Thinking Hats Methode nutzt es aus, dass alle Meeting-Teilnehmer immer wieder in eine neue Rolle schlüpfen, die unter Umständen völlig fremd für sie ist. So brechen Ihre Mitarbeiter spielerisch aus alten Mustern aus und werden offener für andere Meinungen. – Durch die Strategie der sechs Denkhüte wird ein Problem unter den verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. – Durch den stetigen Wechsel der Hüte können einzelne Ansichten nicht in den Vordergrund geraten und gleichzeitig andere Ansichten nicht vergessen werden. – Alle Talente und Denkweisen eines Mitarbeiters werden gefördert und gehen nicht unter. Auch eine vielleicht introvertierte und dennoch kreative Person wird gehört und nicht etwa von einer sehr extrovertierten stets analytisch denkenden Person übertönt. – Das Meeting wird aufgelockert und nicht nur eine Person redet auf die Gruppe ein. – Durch die gleiche Denkrichtung in der jeweiligen Hutfarbe schließt sich das Team zusammen und kann gemeinsam eine Lösungsstrategie erarbeiten.