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Ruben Timmerman - CEO und Gründer von Springest

Interview mit Springest-Gründer Ruben Timmerman

von Manuel Heusel

Im heutigen Kurzinterview begrüßen wir Ruben Timmerman.

Bitte stellen Sie sich selbst kurz vor:
R. Timmerman: Hallo, mein Name ist Ruben Timmerman, 33 Jahre alt, und Gründer und CEO von Springest.

Was haben Sie vor ihrer heutigen Rolle in ihrem jetzigen Unternehmen beruflich gemacht? Welche „formale“ Ausbildung haben sie absolviert?
R. Timmerman: Ich habe eigentlich “Information Science” an der Universität in Utrecht studiert, aber schon während des Studiums fing ich an, mich mehr für eigene Projekte zu interessieren und meine ersten eigenen Start-Ups zu gründen. Alles was ich dazu nötig hatte, habe ich mir mehr oder weniger selbst beigebracht. 2005 habe ich dann aufgehört zu studieren, was aus heutiger Sicht eine der besten Entscheidungen meines Lebens war; ich hatte nämlich schnell Erfolg mit meinen Start-ups, erst  mit “PC-man”, einem Computer Webshop, dann mit meiner eigenen Online Marketing Agentur und dann natürlich mit Springest.

Bitte beschreiben Sie ihr Unternehmen.  Seit wann gibt es ihr Angebot? Was bieten sie konkret an? Worin unterscheidet sich ihr Unternehmen von ihren Mitbewerbern?

Ruben Timmerman - CEO und Gründer von Springest

Ruben Timmerman – CEO und Gründer von Springest

R. Timmerman: Auf Springest kann man Kurse, Seminare, Fortbildungen und Fernstudien, also alle Arten Weiterbildung finden und vergleichen. Springest ist eine zentrale Anlaufstellen für alle Weiterbildungshungrigen. Die Idee für Springest (früher noch Eduhub) kam mir 2008 als ich selber eine Weiterbildung gesucht habe und kein übersichtliches Angebot von mehreren Kursanbietern finden konnte. Springest soll deswegen helfen, die perfekte Weiterbildung zu finden. Abgesehen von Weiterbildung wollen wir Menschen auch mit ihrer persönlichen Entwicklung weiterhelfen, durch Artikel, Tests, und unserer Kursberatung, in Form unseres Support-Chats.
Wir sind in den letzten 5 Jahren schnell gewachsen und international geworden. Springest hat seinem Hauptsitz in der Innenstadt von Amsterdam und hat inzwischen ein internationales Team von 25 Mitarbeitern und wir sind in den Niederlanden, Belgien, England, Russland  und kürzlich auch mit springest.com in den USA vertreten.
Was Springest besonders macht, ist vor allem, dass wir frischen Wind in die Bildungsszene bringen. Wir sind auf dem neuesten Stand, wenn es um neue Technologien, Methoden und Programme geht, die uns und unsere Webseite weiter bringen und von denen auch letztendlich unsere User profitieren. Ganz wichtig ist es uns auch, dass wir transparent und jederzeit erreichbar sind. Außerdem sind wir selber große Weiterbildungfans. Meine Mitarbeiter lernen ständig voneinander, haben ein Weiterbildungsbudget und ich motiviere sie ständig sich weiterzubilden.

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Wie sieht ein typischer Arbeitstag von ihnen selbst aus? Welche Aufgaben übernehmen Sie (und welche nicht). Welche Rolle nehmen Sie heute in ihrem Unternehmen hauptsächlich war. Mit welchen Themen müssen Sie sich tagtäglich hauptsächlich beschäftigen?

R. Timmerman: An einem typischen Arbeitstag beschäftige ich mich vor allem mit der Weiterenwicklung des Gesamtkonzepts von Springest und dem Coachen meiner Mitarbeiter. Natürlich muss ich mich auch mit finanziellen Angelegenheiten und anderen praktischen Dingen, die zum Managen eines Betriebs gehören, beschäftigen. Außerdem helfe ich oft in den Sales- und Supportteams mit, so dass ich eine Beziehung mit unseren Kunden und Usern aufbauen kann.
Den Morgen beginne ich übrigens jeden Tag mit einem Stand-up Meeting mit meinem Marketing Team, das 10 Minuten dauert und in dem jeder kurz vorstellt was gestern wichtig war, und was heute der Fokus sein wird.

Was war der Grund bzw. Ihre Motivation für Sie persönlich, sich unternehmerisch zu betätigen bzw. ihr Unternehmen zu gründen?

R. Timmerman: Praktisch an etwas zu arbeiten und etwas zu starten hat mich schon immer interessiert. Ich habe relativ früh angefangen selbständig Start-ups zu gründen, deswegen kann ich mir eine andere Arbeit gar nicht mehr vorstellen. Das einzige Mal, dass ich wirklich selber einen Boss hatte, war deswegen bei kleinen Nebenjobs, die ich mit 14, 15 Jahren hatte. Außerdem finde ich Lernen an sich interessant und Veränderung und Weiterentwicklung sind meine Motivation.

Welche Pläne haben Sie für Ihr Unternehmen für die nächsten 1,3 bzw. 5 Jahre?

R. Timmerman: Wir wollen das “Amazon der Weiterbildung” werden – das heißt Marktführer werden und möglichst alle Weiterbildungen auf Springest versammeln. Außerdem wollen wir mehr Produkte auf Springest anbieten, wie z.B. Bücher, Events, Lern-Tools und mehr Tests. Vor allem wollen wir aber anderen Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Mitarbeiter helfen. Das machen wir in den Niederlanden schon mit “Springest Go”, ein individuelles maßgeschneidertes LMS für Unternehmen.

Wenn Sie an ihre eigene bisherige Ausbildung und Karriere zurück denken: Was hat ihnen dabei bisher am meisten bei der Gründung / Selbständigkeit geholfen?

R. Timmerman: Praktische Erfahrung, learning by doing und natürlich Weiterbildung. Wir arbeiten deswegen auch nach dem Motto Kaizen, das bedeutet Verbesserung durch ständige Entwicklung. Wir haben z.B. dieses Jahr Holocracy und GTD implementiert, um unsere Arbeitsprozesse zu verbessern.

 Gibt es Kenntnisse / Wissen oder Erfahrungen, die sie bewusst ablegen / Verdrängen oder vergessen mussten, um beruflich erfolgreich zu sein?

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R. Timmerman: Ja, nicht alles durchplanen, lieber Dinge schnell ausarbeiten und in der Praxis testen.

Aus welchem  Misserfolge / Fehlschlag haben Sie bisher am meisten gelernt und warum?

R. Timmerman: In Deutschland ging es ein bisschen langsamer vorran, als in den Niederlanden und England, zu einem Teil auch deswegen, da Deutschland diesen Ländern noch etwas nachsteht, wenn es um Internet-Affinität geht. Wir müssen uns darum noch schneller entwickeln, was wir im kommenden Jahr auch tun werden.

Haben Sie Vorbilder als Unternehmer? Welche Personen haben Sie beeindruckt und beeinflusst als Unternehmer?

R. Timmerman: Vor allem Jeff Bezos. Er lässt sich nicht zu viel von den Anteilseignern beeinflussen, er fokussiert sich lieber auf lange Sicht und ist auch bereit sein Business dafür zu opfern. Wir machen das auch so.

Wo möchten Sie persönlich in 10 Jahren stehen? Was möchten Sie gerne in 10 Jahren erreicht haben?

R. Timmerman: Ich kann mir gut vorstellen, dass ich in 10 Jahren mit Springest, das “Amazon des Lernens” leite, genau wie Bezos. Es kann aber auch sein, dass wir dann von einem größeren Partei übernommen worden sind und davon Unterteil geworden sind. In dem Fall würde ich dann vielleicht wieder mit einem neuen Start-up beginnen. Mein Fokus liegt aber auf der Gegenwart und auf unserem Ziel das Amazon des Lernen zu werden.

Welche 3 Tipps würden Sie aus ihrer heutigen Sicht, einem Unternehmensgründer mit auf den Weg geben?

R. Timmerman: 1. Fokus. 2. Fokus. 3. Fokus. Das ist extrem wichtig für Startups, genauso wie Locations für Geschäfte. Nicht auf andere hören, sondern Data als Beweis nehmen und auf die eigenen Schlußfolgerungen hören.

Vielen Dank für das Interview

 

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