Ist Ihr Kundenmanagement beziehungs- oder prozessorientiert?

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Einer Studie von Bain & Company zufolge meinen 80 Prozent aller Unternehmen, ein herausragendes Kundenerlebnis zu bieten, aber nur 8 Prozent ihrer Kunden stimmen dem zu. Wie es dazu kommt? Die meisten Unternehmen agieren zu prozessfokussiert, anstatt sich an Kundenbelangen zu orientieren – und zwar an jedem einzelnen Touchpoint. Touchpoints entstehen überall da, wo ein (potenzieller) Kunde mit einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern beziehungsweise seinen Produkten, Dienstleistungen und Marken in Berührung kommt, sei es vor, während oder nach einer Transaktion. Touchpoints sind also immer dort, wo die Kunden einem begegnen: im Zickzack zwischen realer und virtueller Welt, „social“ und „mobile“ vernetzt. Und in den „Momenten der Wahrheit“ (Jan Carlzon) zeigt sich dann, was die Versprechen eines Anbieters tatsächlich taugen. Doch leider sollen sich die Kunden zumeist in die vom Unternehmen vorgedachten Abläufe fügen. Zum Beispiel versuchen viele Kunden ihre Fragen oder Beschwerden an einen Anbieter auf dessen Facebook-Seite loszuwerden. Und was kommt als Antwort? „Hier ist nicht der Ort, an dem wir Ihr Anliegen bearbeiten können. Bitte gehen Sie auf unsere Website und füllen Sie dort das entsprechende Serviceformular vollständig aus.“ Aus dem Blickwinkel des Kunden betrachtet Im Unterschied zur Innensicht, bei der das Abarbeiten vordefinierter Prozessabläufe im Vordergrund steht, geht es im Touchpoint-Management um die subjektiven Erlebnisse, die ein Kunde an den einzelnen Interaktionspunkten tatsächlich haben möchte und hat. Dabei muss man den Blickwinkel der anderen Seite auch tatsächlich einnehmen können. Wie man das macht? Die Kunden beobachten oder Kunden entsprechend befragen. Und im Gegensatz zu selbstfokussierten Servicelevels, die nicht selten aus falsch interpretierten Kundenbedürfnissen entstehen, denkt man im Touchpoint-Management so: „Wie wünscht sich der Kunde unsere Prozesse?“ Und so: „Wie können wir sicherstellen, dass seine Erfahrungen mit uns an allen Touchpoints positiv sind?“ Und so: Wie können wir die Lebensqualität unserer Kunden dabei verbessern?“ Solche Bemühungen wird der Kunde gern mit Wiederkommen und Weitersagen belohnen. Können und Wollen? Es hakt beim Dürfen Damit die Beschäftigten in herausragender Weise agieren, braucht es drei Komponenten: das Können, das Wollen und das Dürfen. Oft genug ist dabei nicht das Können oder das Wollen, sondern das Dürfen der Knackpunkt. Denn eingezwängt in ein Korsett aus Regeln, Standards und Normen ist es den Mitarbeitern einfach nicht möglich, Probleme unkompliziert, schnell und kundenfreundlich zu lösen, selbst wenn sie es wollten. Noch schlimmer als ein lustloser ist aus Kundensicht aber ein machtloser Mitarbeiter. Die Spielfelder, in denen Mitarbeiter eigenverantwortlich handeln dürfen, müssen demnach vergrößert werden. Dazu ist ein beziehungsorientierter Ansatz elementar. Echte zwischenmenschliche Interaktionen –und nicht prozessorientiert abzuwickelnde Transaktionen – sind hierbei gefragt. Kunden- statt prozessorientiert: ein Beispiel Wie gut es sich anfühlt, wenn jemand menschenorientiert handelt, habe ich erst kürzlich bei American Express erfahren. Mir war meine Handtasche gestohlen worden. Eine Katastrophe, denn eine Frau trägt darin ihr halbes Leben mit sich herum. Handy, Papiere, Schlüssel, Geld, alles war weg. Unter anderem musste ich meine Kreditkarte sperren lassen. „Weil Ihnen so was furchtbar Unangenehmes passiert ist, schreibe ich Ihnen jetzt erst mal 10.000 Punkte gut“, waren die tröstlichen Worte des jungen Mannes am Telefon, nachdem ich ihm die Sache geschildert hatte. Ja, so geht beziehungsorientiert statt prozessorientiert. Labsal für die geschundene Seele. Und: Der Antrag für eine andere Kreditkarte liegt noch immer unabgeschickt zu Hause herum. Bitte Kundensprache und nicht Fachchinesisch Im Touchpoint-Management ist alles auf den Kunden zentriert. Zudem wird in Kundensprache und nicht Fachchinesisch gesprochen. Banal? Dann durchforsten Sie mal sogleich Ihre komplette Kundenkommunikation und radieren Sie alle internen oder branchenüblichen Fachbegriffe bedingungslos aus. Vor allem Handwerker möchte ich bitten, diesbezüglich mal ihre Angebote auf den Prüfstand zu stellen. Derzeit will bei mir einer einen Kurzbeschlag mit Kernschutz KKZS 700 F1 EK für WT und einen weiteren mit Kernschutz KKZS 700 F3 EK anbringen. Alles klar? Ich verstehe nur Bahnhof. Und Bahnhof kaufe ich nicht. Optimierungsbedarf gibt es an allen Ecken und Enden. Gerade war ich bei meiner Bank. Beste Multi-Kanal-Bank laut Focus Money, erzählt mir das Display des Auszugsdruckers, bevor ich meine Aktivitäten starten kann. Marketingprofis verstehen so was, okay. Aber Max Mustermann und Lieschen Müller? Ich habe kurz ein paar Leute befragt, die gerade kamen und gingen. Kein Mensch hatte auch nur den blassesten Schimmer, worum es da ging. Doch was Kunden nicht verstehen, ist für sie nicht relevant. Im Zweifel ist Fachjargon sogar gefährlich, weil Missverständnisse, Fehleinschätzungen und falsche Erwartungen auftreten können. Das Buch zum Thema
 Buch: Touch.Point.Sieg Anne M. Schüller: Touch.Point.Sieg. Kommunikation in Zeiten der digitalen TransformationGabal Verlag 2016, 380 Seiten, gebunden, 29,90 EuroISBN: 978-3-86936-694-4Zur Bestellung: http://www.touchpoint-management.de/bestellung-touchpointsieg.html
Die Autorin Anne M. SchüllerAnne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin und Businesscoach. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als Europas führende Expertin für das Touchpoint Management und eine kundenfokussierte Unternehmensführung. Sie zählt zu den gefragtesten Referenten im deutschsprachigen Raum. 2015 wurde sie in die Hall of Fame der German Speakers Association aufgenommen. Zu ihrem Kundenkreis zählt die Elite der deutschen, schweizerischen und österreichischen Wirtschaft. Ihr Touchpoint Institut bildet zertifizierte Touchpoint Manager aus. Weitere Informationen: www.anneschueller.de und www.touchpoint-management.de Weiterbildung Kundenmanagement: Ausbildung zum zertifizierten Customer Touchpoint Manager vom 2. bis 4. Dezember 2016 in München Über die Zukunft eines Unternehmens entscheidet, was an den Touchpoints in den „Momenten der Wahrheit“ zwischen Anbieter und Kunde tatsächlich passiert. Deshalb müssen sich alle Unternehmensbereiche auf das Kundenwohl fokussieren. Dafür braucht es nicht nur ein Customer Touchpoint Management sondern auch einen Customer Touchpoint Manager. Seine Kernaufgabe ist es, eine hundertprozentige Kundenorientierung zu ermöglichen und abteilungsübergreifend ein durchgängig positives, begeisterndes, verlässliches Kundenerlebnis sicherzustellen. Die dreitägige Ausbildung zum zertifizierten Customer Touchpoint Manager richtet sich vor allem an ambitionierte Mitarbeiter aus den Bereichen Marketing und Kundenservice, die im Kontext unserer neuen Businesswelt und mithilfe dieser Zusatzqualifikation die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Arbeitgeber sichern wollen. Sie findet vom 2. bis 4. Dezember 2016 in München statt. Zu weiteren Informationen und zur Anmeldung geht’s hier: http://www.touchpoint-management.de/ausbildung-zum-customer-touchpoint-manager.html

Forderungsmanagement? Keine Zeit, keine Lust, kein Bedarf!

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Forderungsmanagement Großkonzerne und ihre findigen Controller irren sich bestimmt, wenn sie unterstützt von teurer Spezialsoftware laufend an Verbesserungsmöglichkeiten des Forderungsmanagements tüfteln und ihr geschultes Auge unerbittlich auf jeden Korrekturbedarf richten, mag er zunächst auch noch so irrelevant erscheinen. Schließlich sind es die Multiplikationseffekte, die Gewinne sprudeln, umgekehrt aber auch Kosten existenzbedrohend ansteigen lassen. Viel erfolgreicher sind doch jene Kleinunternehmer, die den Begriff „Forderungsmanagement“ zwar auch schon einmal gehört haben, für diesen neumodischen „Schnickschnack“ aber nur ein Motto kennen: „Keine Zeit, keine Lust und kein Bedarf!“ Das ist der Stoff, aus dem die Träume von Insolvenzverwaltern und Bankern gestrickt sind. Immerhin winken satte Honorare und üppige Bankspesen von all jenen, die ihre Außenstände schleifen lassen und plötzlich ganz viel Zeit haben, weil ihre Liquidität dermaßen in den Keller gerasselt ist, dass sie künftig nach der einen oder anderen Pfeife tanzen müssen. Natürlich ist die Sache kompliziert, natürlich erfordert jede Modernisierung Anstrengungen und natürlich handelt es sich auf den ersten Blick um „Verwaltungskram“. Dennoch lohnt es sich, der Frage nachzugehen, weshalb denn „die Großen“ gerade in diesem Bereich ihre Abläufe dermaßen perfektioniert haben und kein vernünftiger Mensch mehr auf die Idee käme, seine Handy-Rechnung oder seine Leasing-Rate nicht pünktlichst auf den Cent genau zu bezahlen. Vielleicht sollte man also einen zweiten Blick auf das Thema „Forderungsmanagement“ werfen und dabei entdecken, dass es sich eigentlich um den wesentlichsten Teil jedes Deals handelt, nämlich um den rechtzeitigen und vollständigen Erhalt der vereinbarten Gegenleistung für einen ordnungsgemäß abgewickelten Auftrag. Vielleicht hatten die Neandertaler auch einfach keine Zeit, keine Lust und keinen Bedarf, sich um den Braten zu kümmern, weil ihre ganze Aufmerksamkeit immer nur auf die Jagd nach fetten Mammuts ausgerichtet war. Vielleicht war das aber schon damals keine gute Idee. Übersetzt in die Gegenwart sind die heutigen „Vorräte“ der eigene Kontostand, die eigene Liquiditätsreserve, die eigene Bonität und die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Clevere Unternehmer „unternehmen“ folglich alles, um diese Parameter laufend zu stärken und zu optimieren. Wer nun denkt, es würde ohnedies ausreichen, von Zeit zu Zeit im Buchhaltungsprogramm die Taste „mahnen“ anzuklicken oder – wenn alle Stricke reißen – eben ein gutes Inkassobüro zu beauftragen, hat den Kern der Problematik gehörig missverstanden. pixabay - forderungsmanagementProfessionelles Forderungsmanagement ist nämlich erheblich breiter angelegt! Gemeint ist die Einführung von Sicherheitsvorkehrungen, permanenten „Qualitätskontrollen“ innerhalb bestehender und neuer Kundenstrukturen, vor allem aber auch die Beobachtung wesentlicher Kennzahlen und Grenzwerte (Zahlungseingangsdauer, Zahlungsausfallsquoten, Arbeitsaufwand für Zahlungsurgenzen etc). Nur auf diese Weise kann man es schaffen, bei der Hausbank vom Bittsteller zum gefragten Top-Kunden mit entsprechenden Konditionen aufzusteigen. Nebenbei versetzt richtiges Forderungsmanagement die Unternehmensführung (erstmals) in die Lage, schlummernde Kosteneinsparungspotenziale zu erkennen und endlich eine ordentliche (Außendienst-) Mitarbeiterführung zu etablieren. Weil sich kein „normaler“ Betrieb den Aufwand „der Großen“ leisten kann, setzen erfolgreiche KMU´s längst konkret auf ihre Bedürfnisse und Budgets abgestimmte Software-Lösungen ein, wie beispielsweise jene von DEBITFORCE®, die seit kurzem online verfügbar ist (www.debitforce.com). Der Frage, weshalb ein professionelles Forderungsmanagement entscheidend für den Unternehmenserfolg ist und welche Fehler hier in der Praxis leider immer noch gemacht werden, widmet sich (weiterführend) ein E-Book mit dem Titel „Kein Pardon mit schlechten Kunden!“, das zum kostenlosen Download verfügbar ist unter: http://ebook.debitforce.com.

Unternehmer Interview: Michael Bleicher

Heute begrüßen wir im  Gründer-Unternehmer-Interview… Bitte stellen Sie sich selbst zunächst einmal kurz vor: Mein Name ist Michael Bleicher, ich bin Geschäftsführer der bb-net media GmbH in Schweinfurt. Gegründet habe ich die bb-net bereits mit 14 Jahren und kann mit Stolz behaupten, dass wir uns von einer Garagen-Firma zu einem mittlerweile 50-Mann starken Team mit eigenen Produktions- und Lagerhallen entwickelt haben. Bitte beschreiben Sie Ihr Unternehmen. Seit wann gibt es die bb-net media GmbH und was ist Ihr Kerngeschäft? Die bb-net media GmbH gibt es seit nunmehr 20 Jahren. Lange Zeit haben wir mit gebrauchter Ware und Sonderposten gehandelt und waren viel im Export tätig. Im Jahr 2011 haben wir uns dann komplett neu aufgestellt und den Fokus auf die professionelle Wiederaufbereitung gebrauchter Hardware gelegt. Wir haben eine eigene Marke geschaffen und fördern damit aktiv den Verkauf von Geräten im zweiten Lebenszyklus. Worin unterscheidet sich Ihr Unternehmen von Ihren Mitbewerbern?
Michael Bleicher
Michael Bleicher
Als einer von nur 90 Microsoft Authorized Refurbishern (kurz MAR) legen wir großen Wert auf Qualität. Wir bereiten ausschließlich Business-Linien namhafter Hersteller, wie Lenovo, Dell, Fujitsu, HP oder Apple auf. 12 Monate Gewährleistung und optimierte Produktionsprozesse geben uns die Möglichkeit zu handeln wie ein Hersteller. Um unsere Kunden bestmöglich bedienen zu können, haben wir unser Sortiment als Distributor mit ausgewähltem Neuwaren-Zubehör erweitert. Mein Team und ich arbeiten täglich daran, das Unternehmen in allen Bereichen innovativ und zielführend voran zu bringen. Was haben Sie vor Ihrer heutigen Rolle in Ihrem jetzigen Unternehmen beruflich gemacht? Da ich das Unternehmen bereits mit 14 Jahren als Schüler gegründet habe, bin ich schon seit jeher Geschäftsführer der bb-net media GmbH. Welche „formale“ Ausbildung haben sie absolviert? Als Jungunternehmer habe ich mich damals gegen ein Studium und für eine Ausbildung nach meinem Fachabitur zum Groß- und Außenhandelskaufmann im eigenen Unternehmen entschieden. Es war damals eine witzige Situation mich von einer eigenen Mitarbeiterin ausbilden zu lassen. Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen selbst aus? Einen typischen Arbeitstag gibt es im Grunde nicht. Natürlich komme ich wie jeder anderer meiner Mitarbeiter morgens auf Arbeit, sofern ich mich nicht, wie so oft, auf der Straße zu Geschäftspartnern befinde. Es fallen jeden Tag neue Aufgaben an, die bewältigt werden müssen. Neue Ideen, neue Projekte und auch neue Herausforderungen beschäftigen mich täglich. Welche Aufgaben übernehmen Sie (und welche nicht). Welche Rolle nehmen Sie heute in Ihrem Unternehmen hauptsächlich wahr. Mit welchen Themen müssen Sie sich tagtäglich hauptsächlich beschäftigen? Meine Hauptaufgabe besteht in der Leitung des Unternehmens. Dazu gehören auch der Einkauf und Personalentscheidungen. Um das Unternehmen immer weiter voran zu bringen, bin ich maßgeblich an der Prozess- und Softwareentwicklung und am Marketing beteiligt. In sämtlichen Abteilungen habe ich, für mich, die besten Teamleiter gefunden. Sie denken und handeln wie Unternehmer. Was war der Grund bzw. Ihre Motivation für Sie persönlich, sich unternehmerisch zu betätigen bzw. Ihr Unternehmen zu gründen? Mein Vater hatte damals einen Radio- und Fernsehhandel, bei dem ich schon sehr früh meine Affinität zur Arbeit mit Elektro-Geräten und dem Handel mit denselben entdeckt habe. Als mich immer mehr Bekannte und Kleinstunternehmen baten PCs zu reparieren und zu warten, war der Schritt in die Selbstständigkeit nicht mehr weit. Welche Pläne haben Sie für Ihr Unternehmen für die nächsten 1, 3 bzw. 5 Jahre? Wir möchten unsere Position mit „tecXL – Technik wie neu“ am Markt festigen und unser Fachhandelsnetzwerk noch weiter und differenzierter ausbauen. Kurzfristig bedeutet dies viel Aufklärungsarbeit, Vergrößerung der Produktions- und Lagerhallen und Aufstockung des Personals. Langfristig wollen wir zu einem europaweit agierenden vollumfänglichen Life Cycle Anbieter und Spezialdistributor entwickeln.
PCs werden bei BB-Net aufbereitet
PCs werden bei BB-Net aufbereitet
Wenn Sie an Ihre eigene bisherige Ausbildung und Karriere zurück denken: Was hat Ihnen dabei bisher am meisten bei der Gründung geholfen? Dass ich ein zielstrebiger Mensch bin und wenn ich mir was vornehme, daran festhalte und es auch umsetze. Aus negativen Erfahrungen ziehe ich grundsätzlich etwas Positives und nehme Kritik an. So kann man als Person und Unternehmen nur noch besser werden. Gibt es Dinge, die Sie bewusst ablegen mussten, um beruflich erfolgreich zu sein? Das Berufliche vom Privaten zu trennen. Diese zwei „Welten“ existieren zwar parallel aber unterliegen nicht den gleichen Gesetzen. Nichts ist beständig. Eine Warte- und Ausruhposition gibt es nicht. Marktveränderungen und der eigene Antrieb versetzen ein Unternehmen in einen ständigen Veränderungsprozess – vergleichbar mit einem lebenden Organismus. Unternehmerisches Glück ist eine Fabel. Erfolg und ein nachhaltiges Wachstum fallen nicht vom Himmel und man sollte auch nicht darauf hoffen. Die Grundlage ist systematisch fokussiertes Vorgehen mit viel harter Vorarbeit. Aus welchem Misserfolg haben Sie bisher am meisten gelernt und warum? Misserfolge gehören zum unternehmerischen Alltag. Jede Niederlage muss als Chance gesehen werden es besser zu machen – oder man erkennt, dass dieser Weg der Falsche war. Haben Sie Vorbilder als Unternehmer? Welche Personen haben Sie beeindruckt und beeinflusst als Unternehmer? Mein Vater. Er animierte mich durch seine Selbständigkeit, mein Unternehmen in jungen Jahren zu gründen. Mein Unternehmensberater. Ich blicke hier auf eine mehr als 10-jährige Zusammenarbeit zurück. Viele Höhen und Tiefen mit Gefechten die geschlagen werden mussten. So entwickelte sich aus einem Berater ein echter Mentor und mittlerweile auch ein guter Freund. Meine Mitbewerber. Ohne den gesunden Wettbewerb würden wir nicht so dynamisch und erfolgreich sein. Wir haben durch die Marktbegleiter einen stetigen Ansporn noch besser zu sein. Welche 3 Tipps würden Sie aus Ihrer heutigen Sicht einem Unternehmensgründer mit auf den Weg geben? Brennen. Das was man unternehmen möchte muss man lieben, leben und sozusagen leidenschaftlich dafür brennen. Realistisch visionär sein. In der Gründung und Wachstumsphase darf man die Bodenhaftung nicht verlieren. Man darf sich nicht kleiner machen als man ist. Ständig versuchen die nächste Treppe auf dem Weg zu einem Etappenziel zu erreichen. Visionen soll und muss man haben – sofern sie einer Strategie unterliegen. Negative Erfahrungen sind wichtig. Hätte ich nicht schon einige Tiefschläge in meiner Unternehmensgeschichte erlebt wären wir nicht dort wo wir heute sind. Abschließend möchte ich allen Gründern mit auf den Weg geben, dass jeder Gipfel nur mit der nötigen Vorbereitung, guter Ausdauer, ausreichend Reserven und kurzweiligen Pausen erreicht werden kann. Bei schlechtem Wetter kann und darf das auch einen Abstieg bedeuten – um umsichtig und mit neuer Energie den nächsten Versuch zu starten. Vielen Dank für Ihre Zeit und das Interview Michael Bleicher ist Gründer und Geschäftsführer der bb-net media Gmbh in Schweinfurt. In dem von ihm gegründeten Unternehmen bereitet er mit einem Team von 50 Mitarbeiter gebrauchte IT-Hardware auf ein zweites Leben vor.

Unternehmerisch überleben: Erst in der Begeisterungszone ist man sicher

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Sie sind stolz auf Ihr perfektes Produkt? Damit allein kann man kaum punkten, denn eine hochwertige Produktqualität ist heutzutage normal. Zudem sind Produkte kopierbar. Erst, wenn Sie zudem Herz und Seele eines Kunden erfreuen, gelangen Sie in die überlebenswichtige Begeisterungszone. Touchpoints entstehen überall da, wo ein Kunde mit den Produkten, Services und Mitarbeitern einem Unternehmen in Berührung kommt. Online wie offline zeigt sich in solchen „Momenten der Wahrheit“, was die Werbeversprechen eines Anbieters tatsächlich taugen. Dabei geht es sowohl um funktionale als auch um emotionale Aspekte. Die reine Funktionalität eines Produkts oder eine leidenschaftslose Leistungserbringung bewegen sich dabei auf der Null-Linie der Zufriedenheit. Denn dass etwas einwandfrei funktioniert, wird vom Kunden als selbstverständlich erwartet. Bleibepotenzial erzeugt das nicht unbedingt. Erst in der Begeisterungszone sind Wiederkauf, positive Mundpropaganda und Weiterempfehlungen sicher.

Begeisterung heißt: Erwartung plus x

Wir müssen also in die Begeisterungszone. Und das heißt: Erwartung plus x. Die Referenzpunkte liegen auf Höhe der besten und schlechtesten subjektiven Erfahrungen, die ein Kunde je zu dem entsprechenden Thema gemacht hat. Dabei geht es sowohl um die Prozessebene als auch um die Beziehungsebene. Zudem müssen – aus dem Blickwinkel der Kunden heraus betrachtet – sowohl die besonderen „Painpoints“ als auch die „Lovepoints“ herauskristallisiert werden. Dabei werden vor lauter Fehlerorientiertheit die Dinge, die die Kunden besonders lieben, oft viel zu wenig beachtet. Diese müssen gefunden und gezielt weiter verstärkt werden. Dinge hingegen, die die Kunden gar nicht mögen, also Mangelgefühle, Fehlschläge, Missstände und Machenschaften, müssen schnellstmöglich vom Tisch. Bei ohnehin exzellenten Anbietern liegt die Messlatte, die der Kunde anlegt, übrigens besonders hoch. Es ist also viel Platz für Enttäuschung. Andersherum, etwa bei einem Zwei-Sterne-Hotel, ist hingegen viel Platz für Begeisterung.

Zufriedene Kunden sind gefährliche Kunden

Bei der qualitativen Bewertung geht es nicht nur um die Leistungen an sich, sondern immer auch um die sie begleitenden Emotionen. Das Ergebnis schwankt aus Sicht des Kunden zwischen herber Enttäuschung und hemmungsloser Begeisterung. Solche Überlegungen lassen sich in einer einfachen Übersicht festhalten:
Betrachteter Touchpoint Enttäuschungs- faktoren Okay- Faktoren Begeisterungs- faktoren
Faktisch
Emotional
Ist ein Kunde enttäuscht, wird er Sie dafür bestrafen: mit Unbequemlichkeiten, Nörgeleien, verschärften Reklamationen, anspruchsvollen Forderungen, Kaufpreisminderung, Rechnungskürzung, Fahnenflucht, übler Nachrede und/oder Sabotageakten. All das tut er mit hohem Zerstörungsdrang. Sein Motiv? Rache! Vergeltung für empfundenes Unrecht! Solches Empfinden ist immer subjektiv – und es kann eine Menge Energie entfalten. Zunehmend wird dabei der „Anwalt“ gewählt, der am meisten Druck machen kann: Die digitale Öffentlichkeit.

Weiterempfehlungen brauchen Begeisterung

Ist der Kunde hingegen begeistert, dann kauft er mit (Vor-)Freude immer wieder gern. Dann ist er blind und taub für den Wettbewerb. Dann wird er zum Fan, zum Fürsprecher, zum Missionar, Multiplikator und Meinungsmacher. Dann empfiehlt er Sie weiter, wo er nur kann. Ich nenne das den „Rosarote-Brille-Effekt“. “Nur” zufriedene Kunden hingegen sind gefährliche Kunden. Denn solche Kunden sind schweigsame Kunden. Sie tadeln nicht, sie loben aber auch nicht. Und genauso heimlich und still machen sie sich auf und davon. Denn zufrieden heißt befriedigend. Das ist mittelmäßig, belanglos, ersetzlich. Mittelmaß ist austauschbar wie ein x-beliebiges Produkt im Regal. Es ist also reine Zeitverschwendung, mittelmäßig zu sein. Wer heute noch Geld ausgibt, will Spitzenleistungen. Nur der Beste bekommt auch das Beste: treue Immer-wieder-Kunden und aktive Weiterempfehler. Das Beharren in Zufriedenheit macht behäbig und bequem. Die emotionale Spannung ist niedrig, mangelnde Identifikation und Gleichgültigkeit machen sich breit. Unternehmen, die “nur” auf die Zufriedenheit ihrer Kunden aus sind, setzen sich eher halbherzig für deren Interessen ein, zeigen wenig Initiative beim Erfüllen von Sonderwünschen und wenig Kreativität beim Lösen von Problemen. Diese Egal-Mentalität führt zu Desinteresse, zu Nachlässigkeiten und mangelnder Sorgfalt – und schließlich zum Kundenverlust.

Wie man in die Begeisterungszone gelangt

Um in die Begeisterungszone zu gelangen, kann man gar nicht genug außergewöhnliche Ideen entwickeln. Wer insgesamt Großes bewirken will, benötigt hierzu die “Weisheit der Vielen”, also die kollektive Intelligenz all der Mitarbeiter, die sich direkt oder indirekt um die Kunden des Unternehmens kümmern. In eintägigen Großgruppenworkshops kommt Co-Kreativität so richtig in Fahrt. Und nur, wer viel würfelt, der würfelt am Ende auch Sechser. Mit den Mitarbeitern gemeinsam, denen der Kunde auf seiner Reise durch die Unternehmenslandschaft begegnet, gelingt es am besten, ausgewählte Touchpoints gezielt zu optimieren. Ist die Methodik erst mal bekannt, kann sie im Unternehmen – zum Beispiel mithilfe eines Customer Touchpoint Managers – kontinuierlich weiterentwickelt werden. Auch mithilfe dieses Arbeitsblattes können Sie sich an die Optimierungsarbeit machen: Arbeitsblatt TouchpointsCover-2D-Touch-Point-Sieg Anne M. Schüller Touch.Point.Sieg. Kommunikation in Zeiten der digitalen Transformation Gabal Verlag 2016, 380 Seiten, gebunden, 29,90 Euro ISBN: 978-3-86936-694-4

Die Autorin

Anne-M-Schüller Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin und Businesscoach. Die Diplom-Betriebswirtin gilt als Europas führende Expertin für das Touchpoint Management und eine kundenfokussierte Unternehmensführung. Sie zählt zu den gefragtesten Referenten im deutschsprachigen Raum. 2015 wurde sie in die Hall of Fame der German Speakers Association aufgenommen. Zu ihrem Kundenkreis zählt die Elite der deutschen, schweizerischen und österreichischen Wirtschaft. Ihr Touchpoint Institut bildet zertifizierte Touchpoint Manager aus. Weitere Informationen: www.anneschueller.de und www.touchpoint-management.de Weiterbildung Kundenmanagement: Ausbildung zum zertifizierten Customer Touchpoint Manager vom 26. bis 28. August 2016 in München Über die Zukunft eines Unternehmens entscheidet, was an den Touchpoints in den „Momenten der Wahrheit“ zwischen Anbieter und Kunde tatsächlich passiert. Deshalb brauchen Unternehmen nicht nur ein Customer Touchpoint Management, sondern auch einen Customer Touchpoint Manager. Seine Kernaufgabe ist es, eine hundertprozentige Kundenorientierung zu ermöglichen und abteilungsübergreifend ein durchgängig positives, begeisterndes, verlässliches und vertrauensvolles Kundenerlebnis sicherzustellen. Die dreitägige Ausbildung zum zertifizierten Customer Touchpoint Manager richtet sich vor allem an ambitionierte Mitarbeiter aus den Bereichen Marketing und Kundenservice, die im Kontext unserer neuen Businesswelt und mithilfe dieser Zusatzqualifikation die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Arbeitgeber sichern wollen. Sie findet vom 26. bis 28. August 2016 in München statt. Zu weiteren Informationen und zur Anmeldung geht’s hier: http://www.touchpoint-management.de/ausbildung-zum-customer-touchpoint-manager.html

Mit Leidenschaft nebenberuflich selbständig – Dein Weg zum Erfolg.

Inhalt

Hast du schon immer davon geträumt, deine Leidenschaft zum Beruf zu machen und nebenbei zusätzliches Einkommen zu generieren? Mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit kannst du diesen Traum verwirklichen. Es ist eine Möglichkeit, deine Leidenschaft zu verfolgen und gleichzeitig den Sicherheit des festen Jobs nicht aufzugeben. In diesem Artikel erfährst du, wie du mit Leidenschaft nebenberuflich selbstständig wirst und deinen Weg zum Erfolg findest.

Schlüsselerkenntnisse:

  • Mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit kannst du deine Leidenschaft zum Beruf machen und zusätzliches Einkommen generieren.
  • Es gibt sowohl Vorteile als auch Nachteile bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit.
  • Bei der Anmeldung und Ausübung einer nebenberuflichen Selbstständigkeit müssen bestimmte Regeln beachtet werden.
  • Fördermittel und Versicherungen stehen speziell für nebenberufliche Selbstständige zur Verfügung.
  • Steuerliche Aspekte, wie die Einkommenssteuer, müssen bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit berücksichtigt werden.
  • Motivation und Geduld sind Schlüssel zum Erfolg bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit.
  • Mit den richtigen Tipps und Strategien kannst du deine nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich gestalten.

Was bedeutet es, nebenberuflich selbständig zu sein?

Nebenberuflich selbständig zu sein bedeutet, dass du deine eigene Geschäftstätigkeit startest und ausübst, während du weiterhin einer festen Arbeit nachgehst. Es ist eine Möglichkeit, deine Leidenschaft zu verfolgen, zusätzliches Einkommen zu generieren und dabei die Sicherheit des regelmäßigen Einkommens aus deinem Hauptjob zu behalten. Dieser Ansatz bietet dir die Möglichkeit, deine Geschäftsidee erst einmal ausgiebig zu testen, bevor du dich vollständig selbständig machst. Es gibt viele Vorteile, die mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit einhergehen. Du kannst dein eigenes Unternehmen aufbauen, während du weiterhin ein stabiles Einkommen aus deinem Hauptjob beziehst. Dies minimiert das finanzielle Risiko und gibt dir die Möglichkeit, dich langsam in die Selbstständigkeit einzuarbeiten. Darüber hinaus ermöglicht es dir, die Flexibilität zu haben, deine eigenen Arbeitszeiten zu bestimmen und deine Geschäftsidee in deiner eigenen Geschwindigkeit voranzutreiben. Es gibt jedoch auch einige Herausforderungen, die mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit verbunden sind. Du musst bereit sein, zusätzliche Zeit und Energie in dein Unternehmen zu investieren, um es erfolgreich aufzubauen. Dies kann bedeuten, dass du weniger Zeit für Familie und Freunde hast und dich möglicherweise mit einem höheren Arbeitsaufwand konfrontiert siehst. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben und einen ausgewogenen Lebensstil zu pflegen, um diese Herausforderungen zu meistern.
Vorteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit Nachteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit
– Sicherung des regelmäßigen Einkommens aus dem Hauptjob – Zusätzlicher Zeitaufwand
– Möglichkeit, die Geschäftsidee erst einmal ausgiebig zu testen – Geringere Verfügbarkeit für Familie und Freunde
– Stufenweiser Übergang in die Selbstständigkeit – Höherer Arbeitsaufwand
Bei der Anmeldung einer nebenberuflichen Selbstständigkeit müssen bestimmte Regeln beachtet werden. Es ist wichtig, die Informationspflicht gegenüber deinem Arbeitgeber zu erfüllen und sicherzustellen, dass du alle rechtlichen und steuerlichen Anforderungen erfüllst. Es gibt spezifische Regelungen für nebenberufliche Selbstständige in Bezug auf Fördermittel und Versicherungen, die du nutzen kannst, um dein Unternehmen abzusichern und zu unterstützen. Außerdem fallen Steuern wie die Einkommenssteuer an, die du beachten und entsprechend abführen musst.

Informationspflicht gegenüber dem Arbeitgeber

Wenn du nebenberuflich selbständig tätig bist, solltest du deinen Arbeitgeber informieren. Dies ist wichtig, um mögliche Konflikte zu vermeiden und sicherzustellen, dass du deine steuerlichen und arbeitsrechtlichen Pflichten erfüllst. Informiere dich über die konkreten Vorgaben und Fristen, die für deine Situation gelten, und halte dich an diese. Eine offene und transparente Kommunikation mit deinem Arbeitgeber ist der Schlüssel, um mögliche Probleme zu vermeiden. Trotz der Herausforderungen kann eine nebenberufliche Selbstständigkeit ein erfolgreicher Weg zum Erfolg sein, wenn du motiviert und geduldig bist. Die richtige Balance zwischen deinem Hauptjob, deinem Unternehmen und deinem persönlichen Leben zu finden, erfordert Zeit und Anpassungsfähigkeit. Denke daran, dass du mit Leidenschaft und Ausdauer deine Ziele erreichen kannst und dass der Weg zum Erfolg manchmal Geduld erfordert. Mit der richtigen Einstellung und einem klaren Plan kannst du deine nebenberufliche Selbstständigkeit zu einem Erfolg machen.

Vorteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit

Es gibt viele Vorteile, nebenberuflich selbständig zu sein, wie zum Beispiel die Sicherung des regelmäßigen Einkommens aus dem Hauptjob und die Möglichkeit, deine Geschäftsidee erst einmal ausführlich zu testen. Durch die Aufrechterhaltung deines festen Jobs kannst du dir weiterhin ein konstantes Einkommen sichern und gleichzeitig dein Geschäft aufbauen. Dies sorgt für finanzielle Sicherheit und verringert das Risiko, in finanzielle Engpässe zu geraten. Weiterhin bietet dir die nebenberufliche Selbstständigkeit die Möglichkeit, deine Geschäftsidee ausgiebig zu testen, bevor du dich vollständig darauf konzentrierst. Du kannst deine Produkte oder Dienstleistungen am Markt ausprobieren und Feedback von Kunden sammeln, um dein Angebot zu verbessern. Dies hilft dir, mögliche Fehler zu minimieren und deine Geschäftsidee anzupassen, um langfristigen Erfolg zu gewährleisten.
  • Du behältst das regelmäßige Einkommen aus deinem Hauptjob bei.
  • Du kannst deine Geschäftsidee ausführlich testen und verbessern.
  • Du minimierst das finanzielle Risiko.
  • Du kannst dich langsam in die Selbstständigkeit hineinwachsen.
Allerdings gibt es auch einige Herausforderungen bei der nebenberuflichen Selbstständigkeit. Der zusätzliche Zeitaufwand kann zu Stress und einem Gefühl der Überlastung führen. Es kann schwierig sein, Arbeit und Selbstständigkeit effektiv zu jonglieren und dabei noch Zeit für Familie und Freunde zu finden. Dennoch ist es möglich, diese Herausforderungen zu meistern, indem du dir eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben schaffst und effiziente Organisationsstrategien anwendest.
Vorteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit Nachteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit
– Kontinuierliches Einkommen aus Hauptjob – Zusätzlicher Zeitaufwand
– Möglichkeit, Geschäftsidee ausführlich zu testen – Geringere Verfügbarkeit für Familie und Freunde
– Finanzielle Sicherheit und geringeres Risiko – Stress und Überlastung
Die nebenberufliche Selbstständigkeit bietet die Möglichkeit, seine Leidenschaft zu verfolgen und zusätzliches Einkommen zu generieren, ohne den festen Job aufgeben zu müssen. Es ist wichtig, die Vorteile und Herausforderungen abzuwägen sowie geeignete Strategien zur Balance von Arbeit und Privatleben zu entwickeln.

Nachteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit

Nebenberuflich selbständig zu sein hat auch seine Herausforderungen, wie den zusätzlichen Zeitaufwand und die geringere Verfügbarkeit für Familie und Freunde. Es erfordert eine gute Zeitmanagementfähigkeit, um den Hauptjob, die Nebentätigkeit und persönliche Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Oftmals bedeutet dies eine erhöhte Belastung und einen vollen Terminkalender. Es erfordert Disziplin, um die notwendigen Aufgaben zu erledigen und den Überblick zu behalten. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die nebenberufliche Selbstständigkeit möglicherweise nicht sofort den gewünschten finanziellen Erfolg bringt. Es kann einige Zeit dauern, bis das Nebengeschäft profitabel wird, und in der Zwischenzeit müssen möglicherweise finanzielle Opfer gemacht werden. Es ist wichtig, realistische Erwartungen zu haben und geduldig zu sein, während das Geschäft wächst. Die geringere Verfügbarkeit für Familie und Freunde ist ein weiterer Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt. Nebenberuflich selbständig zu sein erfordert oft das Arbeiten an Wochenenden oder abends, was zu Kompromissen bei der Freizeitgestaltung führen kann. Es ist wichtig, dies mit den Lieben zu besprechen und eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden.
Nachteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit
Zusätzlicher Zeitaufwand Erfordert gute Zeitmanagementfähigkeiten
Geringere finanzielle Stabilität Kann einige Zeit dauern, bis das Geschäft profitabel wird
Geringere Verfügbarkeit für Familie und Freunde Erfordert Kompromisse bei der Freizeitgestaltung
Trotz dieser Herausforderungen kann die nebenberufliche Selbstständigkeit ein lohnender Weg sein, um seine Leidenschaft zu verfolgen und zusätzliches Einkommen zu generieren. Indem man die Vorteile und Nachteile sorgfältig abwägt und die notwendigen Vorkehrungen trifft, kann man den Weg zum Erfolg einschlagen.

Anmeldung einer nebenberuflichen Selbstständigkeit

Wenn du nebenberuflich selbständig sein möchtest, musst du bestimmte Regeln beachten und dein Unternehmen anmelden. Die Anmeldung einer nebenberuflichen Selbstständigkeit ist ein wichtiger Schritt, um rechtlich abgesichert zu sein und potenzielle Bußgelder zu vermeiden. Der erste Schritt besteht darin, das Gewerbeamt deiner Stadt oder Gemeinde aufzusuchen und dich dort über die genauen Anforderungen und Formalitäten zu informieren. Du wirst wahrscheinlich ein Gewerbe anmelden müssen und eine Gewerbeanmeldung ausfüllen müssen. Dabei solltest du angeben, dass du dein Unternehmen nebenberuflich betreibst. Während der Anmeldung musst du auch angeben, in welcher Branche du tätig bist und eine Beschreibung deiner Tätigkeit abgeben. Es kann auch notwendig sein, eine Steuernummer zu beantragen und dich bei der zuständigen Finanzbehörde zu registrieren.
Anmeldung einer nebenberuflichen Selbstständigkeit Erforderliche Schritte
Gewerbeamt aufsuchen Informiere dich über die Anforderungen und Formalitäten zur Anmeldung einer nebenberuflichen Selbstständigkeit.
Gewerbeanmeldung ausfüllen Gebe alle erforderlichen Informationen an, einschließlich der Beschreibung deiner Tätigkeit und des nebenberuflichen Charakters.
Beantrage eine Steuernummer Stelle sicher, dass du bei der zuständigen Finanzbehörde registriert bist, um deine steuerlichen Pflichten zu erfüllen.
Nach der Anmeldung deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit musst du auch bestimmte steuerliche Aspekte beachten. Du bist verpflichtet, Einnahmen aus deinem Unternehmen zu versteuern und benötigst eine ordnungsgemäße Buchhaltung. Es ist ratsam, einen Steuerberater zur Unterstützung hinzuzuziehen, um sicherzustellen, dass du alle steuerlichen Vorschriften einhältst.
Die Anmeldung einer nebenberuflichen Selbstständigkeit ist der erste Schritt, um deinen Traum von einer eigenen Geschäftstätigkeit zu verwirklichen. Es mag zwar einige bürokratische Hürden geben, aber mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung kannst du deinen Weg zum Erfolg gehen. Sei geduldig, informiere dich gründlich und arbeite mit Leidenschaft an deinem nebenberuflichen Unternehmen.

Informationspflicht gegenüber dem Arbeitgeber

Es ist wichtig, deinen Arbeitgeber über deine nebenberufliche Selbstständigkeit zu informieren und die rechtlichen Aspekte zu berücksichtigen. Wenn du eine Nebentätigkeit als Selbstständiger ausüben möchtest, musst du deinem Arbeitgeber darüber informieren. Dies erfolgt in der Regel schriftlich, indem du eine Nebentätigkeitsgenehmigung beantragst und die relevanten Informationen zur Art der Tätigkeit, zum zeitlichen Umfang und zu möglichen Interessenkonflikten angibst. Die Informationspflicht dient dazu, mögliche Interessenkonflikte zwischen deiner Haupttätigkeit und deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit zu vermeiden. Es ermöglicht deinem Arbeitgeber, die Risiken abzuschätzen und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen, um mögliche Konflikte zu verhindern. Als Arbeitnehmer hast du die Pflicht, ehrlich und transparent über deine Nebentätigkeit zu informieren. Es ist ratsam, sich vorab über die vertraglichen Regelungen deines Arbeitsverhältnisses zu informieren. Manche Arbeitgeber verbieten Nebentätigkeiten grundsätzlich oder setzen bestimmte Bedingungen. Es ist wichtig, diese Regelungen zu kennen und einzuhalten, um den Arbeitsvertrag nicht zu verletzen und mögliche rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Relevante Informationen im Überblick:

Informationspflicht gegenüber dem Arbeitgeber Wichtige Punkte
Art der Tätigkeit Gib eine detaillierte Beschreibung deiner nebenberuflichen Selbstständigkeit.
Zeitlicher Umfang Teile mit, wie viele Stunden pro Woche du voraussichtlich in deine Nebentätigkeit investieren wirst.
Interessenkonflikte Gib an, ob es mögliche Interessenkonflikte zwischen deiner Haupttätigkeit und deiner Nebentätigkeit gibt.
Genehmigung Beantrage eine Nebentätigkeitsgenehmigung bei deinem Arbeitgeber und halte dich an eventuelle Auflagen.
Es ist ratsam, die Kommunikation mit deinem Arbeitgeber schriftlich festzuhalten, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden. Darüber hinaus solltest du dich über mögliche Auswirkungen auf deine Arbeitszeit, deine Leistungsfähigkeit und deine Verfügbarkeit für berufliche und private Verpflichtungen im Klaren sein. Eine offene und transparente Kommunikation legt die Basis für ein gutes Arbeitsverhältnis und ermöglicht es dir, deine nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich auszuüben.

Fördermittel und Versicherungen für nebenberufliche Selbstständige

Als nebenberuflich Selbstständiger kannst du von bestimmten Förderprogrammen und Versicherungen profitieren – erfahre mehr darüber in diesem Abschnitt. Eine Möglichkeit, finanzielle Unterstützung für dein nebenberufliches Unternehmen zu erhalten, ist die Inanspruchnahme von Fördermitteln. Es gibt verschiedene institutionelle und staatliche Programme, die speziell für nebenberuflich Selbstständige entwickelt wurden. Diese Fördermittel können dir helfen, deine Geschäftsidee umzusetzen, Investitionen zu tätigen oder Weiterbildungen zu finanzieren. Darüber hinaus ist es wichtig, sich als nebenberuflich Selbstständiger angemessen abzusichern. Versicherungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung schützt dich vor möglichen Schadenersatzansprüchen und kann im Fall eines Rechtsstreits deine berufliche Existenz sichern. Auch eine Kranken- und Unfallversicherung ist von großer Bedeutung, um im Krankheitsfall abgesichert zu sein und finanzielle Einbußen zu vermeiden.

Förderprogramme für nebenberuflich Selbstständige

Es gibt eine Vielzahl von Förderprogrammen, die speziell für nebenberuflich Selbstständige konzipiert wurden. Ein Beispiel dafür ist das Förderprogramm „Gründercoaching Deutschland“. Hierbei handelt es sich um eine individuelle Beratung und Unterstützung für angehende Unternehmer. Durch das Coaching können offene Fragen geklärt, Geschäftsideen weiterentwickelt und die Erfolgsaussichten des Unternehmens verbessert werden. Zudem gibt es finanzielle Zuschüsse für das Coaching. Auch das Förderprogramm „Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit“ richtet sich speziell an nebenberuflich Selbstständige, die zuvor arbeitslos waren oder Arbeitslosengeld beziehen. Hierbei werden verschiedene Maßnahmen finanziell unterstützt, wie beispielsweise Existenzgründungsseminare, Coaching oder die Erstellung eines Businessplans.

Versicherungen für nebenberuflich Selbstständige

Als nebenberuflich Selbstständiger solltest du dich auch um eine ausreichende Absicherung kümmern. Eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung ist dabei unerlässlich. Sie schützt dich vor möglichen Schadenersatzansprüchen, die durch deine berufliche Tätigkeit entstehen können. Auch wenn dein Unternehmen nur nebenberuflich betrieben wird, können finanzielle Schäden entstehen, für die du haftbar gemacht wirst. Eine Haftpflichtversicherung kann dich in solchen Fällen vor finanziellen Belastungen schützen. Neben der Haftpflichtversicherung ist auch eine Kranken- und Unfallversicherung wichtig. Als nebenberuflich Selbstständiger hast du keine automatische Absicherung über die gesetzliche Krankenversicherung. Es ist daher ratsam, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Diese sichert dich bei Krankheit oder Unfall ab und bietet dir finanzielle Unterstützung, wenn du aufgrund einer Erkrankung oder Verletzung nicht arbeiten kannst.
Förderprogramm Leistungen
Gründercoaching Deutschland – Individuelle Beratung und Unterstützung – Finanzielle Zuschüsse für das Coaching
Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit – Finanzielle Unterstützung für Existenzgründungsseminare, Coaching, etc.
Um deine nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich zu gestalten, ist es wichtig, sowohl Fördermittel als auch Versicherungen in Betracht zu ziehen. Sie bieten dir finanzielle Unterstützung und Absicherung, um dein Unternehmen auf solide Beine zu stellen und mögliche Risiken abzufedern.

Steuerliche Aspekte nebenberuflicher Selbstständigkeit

Bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit fallen Steuern an, wie zum Beispiel die Einkommenssteuer – informiere dich hier über die steuerlichen Aspekte. Es ist wichtig, sich frühzeitig mit den steuerlichen Pflichten auseinanderzusetzen und sich gegebenenfalls von einem Steuerberater beraten zu lassen. Hier sind einige wichtige Informationen, die du beachten solltest:

Umsatzsteuer

Wenn du nebenberuflich selbstständig tätig bist, musst du möglicherweise Umsatzsteuer abführen. Es gibt bestimmte Umsatzgrenzen, bis zu denen du von der Umsatzsteuer befreit sein kannst. Informiere dich bei deinem Finanzamt über die aktuellen Regelungen und ob du umsatzsteuerpflichtig bist.

Einkommenssteuer

Die Einkommenssteuer ist ein weiterer wichtiger Aspekt bei der nebenberuflichen Selbstständigkeit. Du musst deine Einkünfte aus der selbstständigen Tätigkeit in deiner Einkommensteuererklärung angeben. Es kann sinnvoll sein, einen Teil deines Einkommens für Steuern zurückzulegen, um am Ende des Jahres keine böse Überraschung zu erleben.

Belegpflicht

Als selbstständige Person musst du Belege über deine Einnahmen und Ausgaben sorgfältig aufbewahren. Damit kannst du deine steuerlichen Pflichten erfüllen und im Falle einer Steuerprüfung deine Angaben belegen. Führe am besten eine separate Buchhaltung für deine nebenberufliche Selbstständigkeit und halte alle Belege gut geordnet.
Einkommenssteuersatz Einkommen
bis zu 9.169 Euro 0%
9.170 Euro bis 14.255 Euro 14%
14.256 Euro bis 55.960 Euro 42%
ab 55.961 Euro 45%
Bitte beachte, dass dies nur allgemeine Informationen sind und keine individuelle steuerliche Beratung ersetzen können. Jeder Fall ist unterschiedlich, daher ist es wichtig, sich bei Fragen an einen Steuerberater zu wenden.

Herausforderungen und Erfolgsfaktoren der nebenberuflichen Selbstständigkeit

Eine nebenberufliche Selbstständigkeit kann eine spannende Herausforderung sein – hier erfährst du mehr über die damit verbundenen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass neben dem festen Job zusätzliche Zeit und Energie investiert werden müssen, um das eigene Geschäft aufzubauen und erfolgreich zu machen. Hier sind einige der häufigsten Herausforderungen, denen du bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit begegnen könntest:
  • Mangel an Zeit: Die Kombination aus Hauptberuf, Familie und nebenberuflicher Selbstständigkeit erfordert eine gute Zeitmanagement-Fähigkeiten. Es kann schwierig sein, alle Aufgaben effizient zu erledigen und einen ausgewogenen Lebensstil zu bewahren.
  • Eingeschränkte Verfügbarkeit: Da du bereits einen festen Job hast, kann es schwierig sein, genügend Zeit für Kunden und Projekte zu finden. Es ist wichtig, klare Grenzen zu setzen und realistische Erwartungen zu kommunizieren.
  • Finanzielle Unsicherheit: In den Anfangsphasen der nebenberuflichen Selbstständigkeit kann das Einkommen sporadisch sein. Es ist wichtig, finanzielle Rücklagen zu haben oder einen Plan zu haben, um den Übergang zum Vollzeitunternehmer zu erleichtern.
Trotz dieser Herausforderungen gibt es auch Erfolgsfaktoren, die dir helfen können, deine nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich zu machen:
  1. Motivation und Leidenschaft: Um erfolgreich zu sein, brauchst du eine starke Motivation und Leidenschaft für dein Geschäft. Dies wird dir helfen, auch in schwierigen Zeiten durchzuhalten und deine Ziele zu erreichen.
  2. Gutes Zeitmanagement: Indem du deine Zeit effizient nutzt und Prioritäten setzt, kannst du sicherstellen, dass du deinen Hauptjob, deine Selbstständigkeit und dein Privatleben gut unter einen Hut bringst.
  3. Netzwerken und Unterstützung: Baue ein starkes Netzwerk von Gleichgesinnten auf und suche nach Unterstützung von Mentoren oder Beratern. Sie können wertvolle Ratschläge und Hilfe bieten, um deine nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich zu machen.
  4. Fortbildung und Weiterentwicklung: Nutze die Möglichkeit, dich kontinuierlich fortzubilden und neue Fähigkeiten zu erwerben. Dies wird dir helfen, konkurrenzfähig zu bleiben und dein Geschäft kontinuierlich zu verbessern.
Herausforderungen Erfolgsfaktoren
Mangel an Zeit Motivation und Leidenschaft
Eingeschränkte Verfügbarkeit Gutes Zeitmanagement
Finanzielle Unsicherheit Netzwerken und Unterstützung

Weiterentwicklung und Erfolg

Um langfristigen Erfolg in deinem nebenberuflichen Unternehmen zu erzielen, ist es wichtig, kontinuierlich an deiner persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zu arbeiten. Bleibe motiviert, lerne aus Fehlern und bleibe flexibel, um auf Veränderungen und Chancen zu reagieren. Mit einer guten Balance zwischen Leidenschaft, Engagement und einer klaren Vision kannst du deine nebenberufliche Selbstständigkeit zu einem Erfolg machen!

Motivation und Geduld – Schlüssel zum Erfolg

Der Erfolg einer nebenberuflichen Selbstständigkeit hängt von deiner Motivation und Geduld ab – erfahre hier, wie du diese Eigenschaften entwickeln kannst. Wenn du dich dazu entscheidest, nebenberuflich selbständig zu werden, ist es wichtig, dass du eine starke Motivation hast. Das bedeutet, dass du Leidenschaft und Begeisterung für das hast, was du tust. Durch diese Motivation wirst du auch in schwierigen Zeiten die Energie haben, weiterzumachen und Hindernisse zu überwinden. Um deine Motivation zu stärken, kannst du dir klare Ziele setzen und dir immer wieder bewusst machen, warum du nebenberuflich selbständig werden möchtest. Denke auch an die Vorteile, die eine nebenberufliche Selbständigkeit mit sich bringt, wie die Möglichkeit, deine Leidenschaft auszuleben und zusätzliches Einkommen zu generieren. Gleichzeitig ist Geduld ein weiterer wichtiger Faktor für den Erfolg deiner nebenberuflichen Selbständigkeit. Es ist wichtig zu verstehen, dass der Aufbau eines Unternehmens Zeit braucht und nicht von heute auf morgen passiert. Sei geduldig mit dir selbst und erlaube dir, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Gib nicht auf, wenn es mal schwierig wird, sondern bleibe fokussiert und behalte das große Ganze im Blick.

Tipps zur Entwicklung von Motivation und Geduld:

  1. Setze klare Ziele und erinnere dich regelmäßig daran, warum du nebenberuflich selbständig werden möchtest.
  2. Umgebe dich mit positiven und motivierten Menschen, die dich unterstützen und ermutigen.
  3. Gib dir selbst regelmäßige Pausen, um neue Energie zu tanken und dich zu regenerieren.
  4. Halte deine Erfolge fest und feiere sie – auch kleine Fortschritte sind wichtig und sollten gewürdigt werden.
  5. Sei geduldig mit dir selbst und lerne aus Rückschlägen und Fehlern.
Mit Motivation und Geduld kannst du deine nebenberufliche Selbständigkeit erfolgreich gestalten und deinen Weg zum Erfolg gehen.
Vorteile Nachteile
– Einkommenssicherung aus Hauptjob – Möglichkeit der Geschäftsideenerprobung – Zusätzlicher Zeitaufwand – Geringere Verfügbarkeit für Familie und Freunde

Erfolgreich nebenberuflich selbständig – Tipps und Strategien

In diesem Abschnitt teile ich einige bewährte Tipps und Strategien, die dir dabei helfen können, deine nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich zu machen. Egal ob du deine Leidenschaft zum Beruf machen möchtest oder einfach zusätzliches Einkommen generieren möchtest, folgende Schritte sind entscheidend:

1. Finde deine Leidenschaft

Bevor du dich nebenberuflich selbstständig machst, ist es wichtig, deine Leidenschaft zu identifizieren. Denn nur wenn du mit Begeisterung bei der Sache bist, wirst du langfristig erfolgreich sein. Überlege, welche Fähigkeiten und Interessen du hast und wie du sie in ein Geschäft umwandeln kannst.

2. Mache einen Plan

Ein solider Geschäftsplan ist der Schlüssel zum Erfolg. Lege deine Ziele fest, definiere deine Zielgruppe und entwickle eine Strategie, wie du deine Produkte oder Dienstleistungen vermarkten möchtest. Berücksichtige auch den finanziellen Aspekt und plane dein Budget sorgfältig, um mögliche Risiken zu minimieren.

3. Nutze deine Ressourcen

Als nebenberuflicher Unternehmer hast du möglicherweise begrenzte Ressourcen wie Zeit und Geld. Nutze diese jedoch effizient und kreativ. Setze auf kostengünstige Marketingstrategien wie Social Media und Networking, um deine Zielgruppe zu erreichen. Zudem kannst du auf bereits bestehende Kontakte und Beziehungen zurückgreifen, um dein Geschäft voranzutreiben. Indem du deine Leidenschaft verfolgst, einen soliden Plan erstellst, deine Ressourcen optimal nutzt und stetig an deinem Erfolg arbeitest, kannst du deine nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich machen. Nutze diese Tipps und Strategien als Leitfaden und erfülle dir deinen Traum von der eigenen Geschäftstätigkeit neben dem Beruf.
Vorteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit Nachteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit
– Sicherung des regelmäßigen Einkommens aus dem Hauptjob – Möglichkeit, die Geschäftsidee ausgiebig zu testen – Flexibilität und Unabhängigkeit – Zusätzlicher Zeitaufwand – Geringere Verfügbarkeit für Familie und Freunde – Hohe Belastung durch doppelte Verantwortung

Conclusion

Abschließend lässt sich sagen, dass eine nebenberufliche Selbstständigkeit ein erfolgreicher Weg zum Erfolg sein kann, wenn du motiviert und geduldig bist. Mit Leidenschaft nebenberuflich selbständig zu sein ist eine Möglichkeit, seine Leidenschaft zu verfolgen und zusätzliches Einkommen zu generieren, ohne den festen Job aufgeben zu müssen. Es gibt viele Vorteile, wie zum Beispiel die Sicherung des regelmäßigen Einkommens aus dem Hauptjob und die Möglichkeit, die Geschäftsidee erst einmal ausgiebig zu testen. Es gibt jedoch auch Nachteile, wie den zusätzlichen Zeitaufwand und die geringere Verfügbarkeit für Familie und Freunde. Bei der Anmeldung einer nebenberuflichen Selbstständigkeit müssen bestimmte Regeln beachtet werden und es besteht eine Informationspflicht gegenüber dem Arbeitgeber. Im Hinblick auf Fördermittel und Versicherungen gibt es spezifische Regelungen für nebenberufliche Selbstständige. Es fallen Steuern wie die Einkommenssteuer an. Trotz der Herausforderungen kann eine nebenberufliche Selbstständigkeit ein erfolgreicher Weg zum Erfolg sein, wenn man motiviert und geduldig ist.

FAQ

Was bedeutet es, nebenberuflich selbständig zu sein?

Nebenberuflich selbständig zu sein bedeutet, dass man seine Leidenschaft verfolgt und zusätzliches Einkommen generiert, während man weiterhin in einem festen Job arbeitet.

Welche Vorteile hat eine nebenberufliche Selbstständigkeit?

Zu den Vorteilen gehören die Sicherung des regelmäßigen Einkommens aus dem Hauptjob, die Möglichkeit, die Geschäftsidee ausgiebig zu testen, und die Chance, zusätzliches Einkommen zu generieren.

Gibt es auch Nachteile bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit?

Ja, es gibt einige Nachteile wie den zusätzlichen Zeitaufwand und die geringere Verfügbarkeit für Familie und Freunde.

Was muss ich beachten, wenn ich mich nebenberuflich selbstständig machen möchte?

Du musst bestimmte Regeln beachten und deine nebenberufliche Selbstständigkeit anmelden.

Muss ich meinem Arbeitgeber von meiner nebenberuflichen Selbstständigkeit erzählen?

Ja, du hast eine Informationspflicht gegenüber deinem Arbeitgeber und solltest ihn über deine nebenberufliche Selbstständigkeit informieren.

Welche Fördermittel und Versicherungen stehen mir als nebenberuflicher Selbstständiger zur Verfügung?

Es gibt spezifische Regelungen und Unterstützungsmöglichkeiten wie Fördermittel und Versicherungen für nebenberufliche Selbstständige.

Welche steuerlichen Aspekte muss ich als nebenberuflich Selbstständiger berücksichtigen?

Als nebenberuflich Selbstständiger fallen Steuern wie die Einkommenssteuer an, die du beachten und abführen musst.

Welche Herausforderungen gibt es bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit?

Nebenberufliche Selbstständigkeit kann herausfordernd sein, zum Beispiel wegen des zusätzlichen Zeitaufwands und der Balance zwischen Job, Familie und Geschäftstätigkeit.

Was sind wichtige Erfolgsfaktoren für eine nebenberufliche Selbstständigkeit?

Motivation, Geduld und die richtigen Strategien sind wichtige Erfolgsfaktoren für eine nebenberufliche Selbstständigkeit.

Welche Tipps und Strategien gibt es, um erfolgreich nebenberuflich selbständig zu sein?

In diesem Artikel teile ich inspirierende Tipps und Strategien, die dir helfen können, deine nebenberufliche Selbstständigkeit erfolgreich zu gestalten.

Quellenverweise

Arbeitswege werden länger: Pendler haben immer mehr Stress

Der Arbeitsweg fuer Pendler wird immer laengerIn den vergangenen Jahren ist die Zahl der Fernpendler in Deutschland drastisch gestiegen. Im Jahr 2013 hatten 1,2 Millionen Beschäftigte einen Arbeitsweg von mehr als 150 Kilometer – auf einer Strecke. 2003 waren es noch 1 Million. Eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichte Studie (PDF-Datei) zeigt die enorme Veränderung der Pendlerströme. Während vor mehr als 10 Jahren gerade mal eine Millionen Menschen als Fernpendler galten, waren dies 2013 ganze 200.000 mehr. Als Fernpendler gelten Beschäftigte, die für einen einfachen Arbeitsweg mehr als 150 Kilometer zurücklegen. In den sieben größten Städten Deutschlands (Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt, München, Stuttgart und Düsseldorf) machen Fernpendler einen Anteil von rund 5 bis 10 Prozent aller Beschäftigten aus. Die Länge der Arbeitswege stieg durchschnittlich von 15,5 Kilometern im Jahr (2003) auf 16,6 Kilometer (2013). „Viele Beschäftigte sind bereit, für eine ihrer Qualifikation entsprechende Anstellung längere Distanzen in Kauf zu nehmen und nur über das Wochenende zu Hause zu sein“, sagte BBSR-Direktor Harald Herrmann. „Die Ballungsräume sind gut vernetzt. Das fördert die Mobilität auch über große Distanzen.“

Jeder Zwanzigste ist mehr als eine Stunde pro Strecke unterwegs

22 Prozent aller deutschen Arbeitnehmer sind zwischen 30 und 60 Minuten pro Strecke unterwegs. 5 Prozent sind sogar mehr als eine Stunde auf den Straßen. Zur Arbeit und zurück nach Hause. Eigentlich könnte man ja meinen, dass viele der Fernpendler in der Lage seien, das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel anzunehmen. Doch sind 72 Prozent – vor allem in ländlichen Regionen – auf das eigene Auto angewiesen. In Ballungsräumen sind rund ein Drittel (32 Prozent) mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, 49 Prozent nutzen dort ein Auto oder ein Zweirad. Das Problem: Aufgrund dieser Arbeitssituation sind viele Deutsche unzufrieden. In ihren Augen hat sich die reale Arbeitswelt seit den Neunzigerjahren immer weiter vom Ideal entfernt. Es geht allerdings nicht um die Alltagsthemen Work-Life-Balance und Flexibilität. Der größte Faktor der Unzufriedenheit ist tatsächlich das Pendeln. Eine Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters Robert Ralf zeigt die europäischen Unterschiede auf: Die britischen Umfrageteilnehmer stimmten zu 50 Prozent für mehr Gehalt und zu 49 Prozent für eine verbesserte Work-Life-Balance. Pendeln? Kein Problem in Großbritannien. „Viele Kandidaten nehmen den derzeitigen Arbeitsmarkt als einen Arbeitnehmermarkt mit hervorragenden Karrierechancen wahr“, sagt Sven Hennige, Senior Managing Director bei Robert Half. „Die Arbeitnehmer sind daher offener, einen neuen Job zu suchen, bei dem sie möglicherweise mehr Karrierepotenzial sehen oder ihnen weitere Vorteile wie ein verkürzter Arbeitsweg winken.“

79 Prozent der Menschen denken über Jobwechsel nach

Das führt zu großer Unzufriedenheit: Laut der Arbeitsmarktstudie denken insgesamt 79 Prozent der Befragten in Deutschland darüber nach, im nächsten Jahr Ausschau nach einem neuen Arbeitsplatz zu halten. Auch eine Umfrage von der AOK Baden-Württemberg zeigt Ähnliches: Im Kreis Heidenheim war das Ziel, herauszufinden, wie es um die Gemütslage der Pendler bestellt ist. Unter einer halben Stunde Fahrzeit wurden kaum Beeinträchtigungen genannt. Das ändert sich jedoch mit der Fahrtzeit: Wer mehr als 30 Minuten unterwegs ist, fühlt sich stark belastet. 19 Prozent davon stark, 13 Prozent sogar sehr stark. Rund 20 Prozent gaben an, aufgrund des Pendelns weniger Zeit für Freizeitaktivitäten zu haben. Fünf Prozent berichteten von Stressreaktionen wie Herzrasen, Schweißausbrüche und Nervosität. „Wer schon auf dem Weg zur Arbeit unter Stress steht, tut sich schwer, Ruhe in seinen Arbeitsalltag zu bringen. Daher ist es ratsam, seine natürlichen Resistenzen gegen Stress zu erhöhen, um mit solchen Situationen gelassener umgehen zu können. Häufig hilft es schon, im Stau kurz durchzuatmen und eine gute CD einzulegen, um aktiv gegen Stress vorzugehen“, erklärt Guido Deis, Leiter der Gesundheitsförderung der AOK Ostwürttemberg.

Psychologische Tricks helfen – zumindest ein wenig

Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler vor den Folgen des Pendelns. Es stresse, mache krank und unglücklich. Der Ökonom Bruno Frey fordert sogar, dass Menschen, die eine Stunde zur Arbeit benötigen, theoretisch 40 Prozent mehr verdienen müssten, um genauso glücklich zu sein wie jemand, der diesen Weg nicht in Anspruch nehmen muss. Doch der Psychologe Jon Jachimowicz und sein Team von der Columbia Business School stellen psychologische Tricks in den Vordergrund. Sie sind überzeugt: Pendeln ist Kopfsache. Für ihre Studie befragten sie 225 Angestellte eines britischen Medienkonzerns. Eines der interessanten Erkenntnisse: Wer über Selbstkontrolle verfügt, der lässt sich von langen Arbeitswegen nicht aus der Ruhe bringen. Im zweiten Teil seines Tests befragte Jachimowicz 229 Berufspendler. Inhalt: Woran denken Sie, wenn Sie auf dem Arbeitsweg sind? Die Befragten mit einer guten Selbstbeherrschung nutzten den Arbeitsweg für Gedanken an den Job. Im dritten Teil teilten die Psychologen 154 Pendler in zwei Gruppen. Eine Hälfte bekam morgens eine SMS: „Bitte nutzen Sie die anstehende Fahrt zumindest für ein paar Minuten, um berufliche Pläne zu schmieden. Welche Ziele haben Sie, wie wollen Sie diese erreichen?“ Auf den Handys der zweiten Gruppe erschien folgender Text: „Verhalten Sie sich auf der Fahrt so wie immer.“ Nach sechs Wochen befragte Jachimowicz die Probanden. Das Ergebnis war klar: Wer seine Fahrt dafür nutzte, sich berufsbezogene Gedanken zu machen, der war mit seinem Job zufriedener. Auch waren diese Befragten weniger ausgelaugt als die Mitarbeiter der zweiten Gruppe.