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Tim Schieferstein

Immobile und mobile Sachwerte als Alternative zur Aktie

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Für eine erfolgreiche Geldanlage, da sind sich Experten sicher, gehört ein breit gestreutes Wertpapierdepot. Neben Aktien und Anleihen, die vor allem in den vergangenen Jahren begehrt waren, sollten bei der Vermögensallokation auch Sachwerte berücksichtigt werden. Sie sorgen nämlich nicht nur für gleich bleibende Erträge, sondern auch für einen Inflationsschutz, den andere Anlagen nur schwer bieten können.

Sachwerte gehören in jedes Depot

Anleger, die in Sachwerte wie etwa geschlossene Fonds investieren wollen, sind aufgrund der aktuellen Diskussionen nicht selten verunsichert. So gab es etwa bei geschlossenen Immobilienfonds einige Skandale, die die Insolvenz der Fonds zur Folge hatten. Auch verschiedene „grüne“ Geldanlagen wie Windparkfonds konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Geschlossene Fonds als Ganzes deshalb jedoch den Rücken zu kehren, wäre die falsche Entscheidung, denn auch bei geschlossenen Fonds gibt es durchaus lukrative Anlageideen, die sichere Erträge bei kalkulierbarem Risiko bieten. Anlegern sollte allerdings bewusst sein, dass eine Entscheidung für geschlossene Beteiligungen grundsätzlich langfristig getroffen wird und Anlagewerte meist illiquide sind. Hinzu kommt das Risiko einer Insolvenz des Fonds, durch den durchaus Verluste möglich sind. Durch eine gezielte Auswahl jedoch ist es möglich, ein gutes Chance-Risiko-Profil zu erhalten.

Geplante Regulierungen lassen auf sich warten

Um die Sicherheit der Anleger auch bei geschlossenen Fonds zu erhöhen, hat die Gesetzgebung eine stärkere Regulierung dieser Assetklasse beschlossen. Seither können nur noch Anbieter und Vermittler Sachwertbeteiligungen anbieten, die gewisse Mindestanforderungen erfüllen. Zudem sollen die Initiatoren einer stärkeren Kontrolle unterliegen, auch die Vermögenswerte müssen einmal pro Jahr bewertet werden. Obwohl diese neuen Regelungen von vielen Initiatoren bereits umgesetzt werden können, gibt es noch nicht viele Fonds, die nach den neuen Richtlinien angeboten werden. Anleger jedoch haben die Möglichkeit, Altfonds zu zeichnen und so in bereits bestehende Anlagen einzusteigen. Besonders interessant sind in diesem Bereich Containerfonds sowie Flugzeug- und Lokomotivenfonds, die als Nischenprodukte attraktive Gewinne bei relativer Sicherheit versprechen.

Mit Containerfonds von der Globalisierung profitieren

Zahlreiche waren, die in Europa oder in den USA verbraucht werden, werden nicht mehr vor Ort gefertigt. Vielfach stammen diese Produkte aus Asien und müssen demzufolge mehrere tausend Kilometer transportiert werden. Für den standardisierten Transport auf Schiffen werden in diesem Zusammenhang zumeist Container verwendet, da diese gut zu stapeln und einfach zu handhaben sind. Wurden bei Schiffsfonds in der Vergangenheit mitunter Verluste erzielt, kennt die Containerbranche seit Jahren nur eine Richtung: aufwärts. Jahr für Jahr werden mehr dieser robusten Transportbehältnisse benötigt, sodass eine Vermietung der vom Fonds erworbenen Container problemlos möglich ist. Ein besonderes Nischenprodukt in diesem Bereich sind Offshore-Container, die für den Transport auf hoher See konzipiert wurden. Hier gibt es aktuell nur wenige Anbieter, aber eine große Nachfrage, was die Rendite positiv beeinflusst.

Mit Flugzeugfonds in die Luftfahrt investieren

Ebenso lukrativ wie der Markt mit Containern ist aktuell die Luftfahrtbranche. Sowohl im Bereich Transport wie auch in der Beförderung von Personen konnte in den vergangenen Jahren ein stetiges Wachstum erzielt werden. Für die Fluggesellschaften bedeutet dies, dass künftig vermehrt Flugzeuge benötigt werden, um die Wünsche der Kunden erfüllen zu können. Um Geld zu sparen, werden die Maschinen natürlich nicht erworben, sondern lediglich geleast. Für die Flugzeugfonds ergibt sich somit enormes Potenzial, sofern eine bonitätsstarke Fluggesellschaft als Partner gewonnen wurde, deren Leasingzahlungen langfristig als gesichert angesehen werden können. So können Anleger mit gleich bleibenden Erträgen rechnen, die auch in Zeiten negativer Aktienkurse stabil bleiben.

Auch im Schienenverkehr gibt es attraktive Anlagechancen

Bei der Anlage mobiler Vermögenswerte darf auch die Lokomotive nicht vergessen werden. Der Schienenverkehr wird sich in den kommenden Jahren überdurchschnittlich entwickeln, denn die EU plant, bis 2030 gut 30 Prozent des Transportverkehrs auf die Schiene zu übertragen. Bis zum Jahr 2050 sollen sogar 50 Prozent der Güter im Zugverkehr transportiert werden. Gleichzeitig steigt der Anteil der Personen, die auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, um der hohen Spritbelastung zu begegnen. Um dieses Wachstum bewältigen zu können, werden auch im Schienenverkehr neue Fahrzeuge benötigt, die von den Fondsgesellschaften zur Verfügung gestellt werden können. Anleger, die an diesen Loks beteiligt sind, erhalten dann feste Miet- und Leasingbeiträge, die eine überdurchschnittliche Rendite garantieren.

Nicht auf Sachwerte verzichten

Die Auswahl an unterschiedlichen geschlossenen Fonds zeigt, dass Sachwerte nach wie vor lukrativ und als Beimischung in einem gut diversifizierten Depot durchaus angeraten sind. Wichtig ist jedoch, eine gezielte Auswahl zu treffen, um so ein ausgewogenes Chance-Risiko-Profil zu erhalten. Mit den genannten Beteiligungen ist es möglich, die Risiken geschlossener Fonds weitgehend zu minimieren und die Renditen zu maximieren.

Über den Autor

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Tim Schieferstein ist Gründer und Geschäftsführer der Fondsvermittlung24.de Geschlossene Beteiligungen GmbH mit Sitz in Wiesbaden. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Fondsvermittlung24.de GmbH und fokussiert sich auf die Vermittlung von geschlossenen Beteiligungen an Anleger, die eigenständig ihre Anlageentscheidungen treffen und keine Anlageberatung wünschen. Als gelernter Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK) beobachtet er fortlaufend das wirtschaftliche Geschehen sowie deren Auswirkung auf das Anlageverhalten der deutschen Groß- und Kleinanleger.

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