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Guidelines für die richtige Backup-Strategie

von Katharina Berger

Sicherlich ist es Ihnen bereits einmal passiert: Die Festplatte Ihres Computers hat den Dienst quittiert, Ihr Smartphone wurde gestohlen, Ihr Betriebssystem wurde von einem Virus befallen, oder Sie selbst haben aus Versehen den falschen Ordner gelöscht. Das alles kann Ihnen täglich passieren, aber es ist nicht so schlimm, Sie haben ja ein Backup gemacht. Oder?!

Beruhigt zurücklehnen kann sich jeder, der regelmäßig eine Backup Software benutzt. Diese unterstützt Sie bei der erfolgreichen Sicherung Ihrer Daten und hilft Ihnen, korrekte Datensicherungen anzulegen, ohne dass Sie manuell viel konfigurieren müssen. Viele Lösungen laufen sogar automatisch im Hintergrund, so dass Sie sich auf Ihr Business konzentrieren können und keine Angst haben müssen, dass Sie ein Backup vergessen.

Welche Backup-Strategien gibt es?

Egal, ob es sich um extrem wichtige Unternehmensdaten oder auch nur um die privaten Urlaubsbilder handelt – ein Datenverlust ist immer sehr ärgerlich und kann, zumindest im ersten Fall, schlimmstenfalls eine Firma ruinieren. Die Technik ist weder unsterblich noch unangreifbar, dazu kommen außerdem menschliche Bedienungsfehler. Allerdings ist es nicht ausreichend, alle zwei Wochen alle Dateien auf eine externe Festplatte zu kopieren, denn auch diese kann eines Tages ausfallen, und innerhalb von zwei Wochen können viel Arbeit und viele neue Daten verloren gehen.

Daher gilt es vor einem planlosen Hin- und Her-Kopieren verschiedener Daten zunächst eine an Ihre Branche und Anforderungen angepasste Backup-Strategie zu finden. Deshalb möchten wir Ihnen kurz die gängigsten Backup-Methoden und Ihre Vor- und Nachteile vorstellen.

Back-up
Vollständiges Backup:

Die klassische, komplette Datensicherung aller Daten, sie schließt neben allen persönlichen Daten auch das gesamte Betriebssystem mit ein. Daher ist diese Form des Backups direkt bootfähig und daher besonders geeignet für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen.

Vorteile
• Keine besondere Strategie nötig
• Sehr einfach
• Sehr sicher

Nachteile
• Jede Datensicherung ist sehr zeitaufwendig, daher
• Wenig geeignet für tägliche Sicherung
• Ständig steigender Platzbedarf

Differentielles Backup:

Das differentielle Backup besteht erstens aus einer vollständigen Datensicherung und zweitens aus einer täglichen Sicherung der veränderten Daten. Jeden Tag führen Sie ein weiteres differentielles Backup durch, das insofern täglich an Größe zunimmt. Somit besitzen Sie zwei voneinander unabhängig funktionierende Backups. Wenn das zweite eine gewisse Größe erreicht hat, legen Sie erneut ein vollständiges Backup an und beginnen am nächsten Tag mit einem neuen, differentiellen Backup.

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Vorteile
• Wesentlich schnellere tägliche Backups
• Geringerer Platzbedarf als eine Vollsicherung
• Beide Backups funktionieren voneinander unabhängig

Nachteile
• Es sind zwei Archive zur Wiederherstellung nötig
• Es werden täglich alle geänderten Daten seit dem letzten Backup gesichert
• Widerherstellung dauert länger als aus einer Vollsicherung

Inkrementelles Backup:

Diese Form des Backups ist einem differentiellen Backup sehr ähnlich. Auch hier beginnen Sie zunächst mit einer vollständigen Datensicherung, also einer kompletten Kopie aller Ihrer Daten und des Systems, aber anschließend werden von Tag zu Tag nur die Änderungen seit dem letzten Tag gesichert. Das bedeutet, dass Ihr komplettes Backup am Tag X aus der ersten Vollsicherung und allen weiteren Backups seit dem ersten Tag besteht. Falls Sie nun ein Backup mit Stand von Tag X wiederherstellen wollen, müssen Sie neben der ersten Vollsicherung alle inkrementellen Backups seit dem ersten Tag importieren. Diese Lösung wird sehr oft für Cloud-Lösungen eingesetzt.

Vorteile
• Extrem schnelle tägliche Backups
• Sehr geringer Platzbedarf, ideal für Cloud-Sicherung
• Sehr gut geeignet für tägliche oder stündliche Datensicherung

Nachteile
• Wiederherstellung der Daten ist sehr zeit- und arbeitsaufwändig
• Sehr hohes Risiko
• Wenn nur ein inkrementelles Backup defekt ist, sind alle weiteren nutzlos

Neben der Wahl der Backup-Methode spielt auch die richtige Wahl der Backup-Medien eine große Rolle, zum Beispiel neben USB-HD’s auch NAS-Laufwerke. Wir empfehlen Ihnen immer mindestens zwei Kopien anzulegen. Eine beliebte Backup-Strategie ist die 3-2-1-Regel. Das bedeutet:
• 3 Mal Ihre Daten: einmal das Original, zweimal die Kopie
• 2 verschiedene Speichermedien für die Kopien
• 1 externe Datensicherung außerhalb der Firma oder des Hauses

Wenn Sie diese Regeln beachten, können Sie gelassen dem nächsten system- oder anwenderbedingten Datenverlust entgegensehen. Wichtig ist die konstante Sicherung, weshalb die meisten Firmen auf automatisierte Backup-Lösungen setzen, die permanent im Hintergrund laufen.

 

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