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Gehen wir mal für einen Moment davon aus, dass du dich mit dem Gedanken befasst hast, dich selbst ständig zu machen und ein Unternehmen zu gründen. Dann liegt es ja nahe, online – also im Internet – das eigene Geschäft zu starten und so Geld zu verdienen.

Aber wie startest Du nun dein eigenes Online-Business und auf welche Art und Weise findet man tatsächlich die ersten Kunden und verdient mit Ihnen das erste Geld?

Die nachfolgenden fünf Schritte sollen dir einen Anhalt geben, wie du es am besten anstellen kannst, deine Geschäftsidee online zu testen, dein neues Business zu starten und das erste Geld zu verdienen.

Online Geld verdienen – Feedback für deine Geschäftsidee

Feedback für deine Geschäftsidee
Feedback für deine Geschäftsidee

Versuche so viel wie möglich an Feedback zu deiner Geschäftsidee zu bekommen bevor du loslegst. In aller Regel brüten wir zunächst einmal alleine oder im kleinen Team über einer Geschäftsidee. Da werden dann bei mehr oder weniger langen abendlichen Sitzungen Ideen geboren, verfeinert, verworfen und die ein oder andere Geschäftsidee anschließend zu Papier gebracht.

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Die allermeisten Gründer und Startup werden wohl ihre Idee zunächst einmal im Freundeskreis oder zumindest unter wohlwollenden Bekannten erzählt und diskutiert haben.

Wenn man hier ein entsprechend positives Feedback bekommen hat dann zieht man eben los und versucht sein Glück. Hier liegt meiner Meinung nach auch gleich die größte Stolperfalle für deine neue Geschäftsidee:

Menschen, mit denen wir emotional verbunden sind, die ein positives Verhältnis zu uns haben, werden in aller Regel kaum die größten Kritiker der neuen Geschäftsidee sein. Letztlich geht es ja auch nicht darum, ob die eigene Verwandtschaft die eigene Idee toll findet, sondern ob zukünftige Kunden bereit sind für das Produkt oder die Dienstleistung die du anbieten möchtest zu bezahlen.

Die Kernfrage lautet: Gibt es ausreichend Menschen, die sich für dein Angebot begeistern können und auch bereit sind dafür Geld zu bezahlen? Dieser Geldbeutel-Test sollte der erste Schritt sein um deine Geschäftsidee zu testen.

Versuche so schnell wie möglich möglichst viele potentielle Interessenten oder Kunden für deine Idee anzusprechen und stelle Ihnen direkt bzw. indirekt Fragen anhand derer du ablesen kannst wie stark sie sich dafür interessieren und ob sie bereit wären für dein Angebot zu bezahlen.

Das geht im Internet überraschend einfach mit online Umfragen wie Survey-Monkey kannst du in wenigen Minuten eine Umfrage erstellen, auf die du potentielle Interessenten loslässt.

Du brauchst eine Webseite für dein Online-Business

Das ist eigentlich trivial. Nichts desto trotz brauchst du selbst zur Überprüfung einer noch wenig ausgebrochenen Geschäftsidee eine wirklich professionell aussehende Webseite. Diese zu erstellen wird etwas Zeit in Anspruch nehmen. Das ist aber die Grundvoraussetzung wenn du ernsthaftes und valides Feedback bekommen willst.

Dabei musste nicht gleich eine Internetagentur beauftragen und viele 1000 € ausgeben. Es reicht in der Regel dass du eine Domäne registrierst, ein ordentliches Content Management System wie etwa WordPress installierst und ein professionell gestaltetes Template für deine Website nutzt.

Sofern du exemplarisch den Verkauf von Produkten über einen Shop planst, kannst du bei WordPress auch direkt WooCommerce installieren und nutzen. Das kostet in der Regel kein Geld.

Der Aufwand die eigenen Inhalte so darzustellen dass sie sowohl textlich als auch optisch vernünftig dargestellt sind, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Er ist aber in jedem Fall Grundvoraussetzung, dass dein Business überhaupt Akzeptanz findet.

Branchenkenntnis und Konkurrenzanalyse

Deine Mitbewerber / Konkurrenten solltest Du kennen
Deine Mitbewerber / Konkurrenten solltest Du kennen

Es gibt mehrere Gründe, warum du die Branche in der du dich bewegen wirst und auch die Mitbewerber gut kennen solltest.

Zum einen musste am Anfang herausfinden, an welchen Stellen im Internet oder im echten Leben deine Kunden für die Zukunft zu finden sein werden. Die Foren, Webseiten oder andere soziale Plattformen auf den sich potentielle Interessenten tummeln solltest du vorher identifiziert haben. Hier wirst du später potentielle neue Kunden finden.

Auf der anderen Seite ist es notwendig dass du weißt, wer bereits im Markt etabliert ist und mit welchem Mitbewerber du es in Zukunft zu tun haben wirst. Wenn du es nicht weißt werden ist in jedem Fall deine Kunden wissen. Um anschließend klar gegen die Konkurrenz punkten zu können, musst du wissen, was deren Stärken und natürlich auch deren Schwächen sind.

Randnotiz: Spätestens bei der Findung deines Alleinstellungsmerkmals brauchst du allein schon zur Abgrenzung gegenüber den Mitbewerb die Stärken und Schwächen deiner Konkurrenten.

Am besten du registrierst dich schon einmal bei Feedly.com und abonnierst dort die Blogs bzw. Webseiten deiner Mitbewerber. Auf diese Art und Weise bist du mehr oder weniger tagesaktuell am Puls deiner Branche

Tipp: Lies den Artikel von Rita Löschke zum Thema USP hier im Blog

Dein Businessplan in Sachen Vertrieb und Marketing

Wenn man Gründer und Startups fragt, wie die nächsten Schritte in Ihrem Business aussehen, dann sieht man häufig auf der einen Seite wahnsinnig detaillierte Businesspläne oder auf der anderen Seite gar keine Zahlen. Frei nach dem Motto wir legen dann mal los und der Rest wird sich schon ergeben gibt es nach wie vor Gründer, die ziemlich blauäugig ans Werk gehen.

Meiner Meinung nach ist weder das eine noch das andere wirklich hilfreich. Du solltest dennoch einen groben Plan haben, aus dem hervorgeht mit welchen Umsätzen und welchen Erträgen du für die Zukunft rechnest.

Wenn du also vorhast ein physisches Produkt zu verkaufen, dann solltest du zumindest eine Tabelle mit Zahlen im Hinterkopf haben, in welchem Monat du mit welchen Produktionsvolumen und mit welchem Absatz rechnest. Und wenn Du sie schon im Kopf hast, dann schreib‘ sie einfach auf.

Sofern du Dienstleistungen verkaufst, solltest du die Frage beantworten können, wer diese Dienstleistung anschließend erbringt und mit welchen fakturierten Stunden du rechnest.

Ein kleines Beispiel: Falls du als Ziel hast 1 Million € im Jahr zu erwirtschaften, dann bedeutet dies dass du etwas mehr als 80.000 € Umsatz jeden Monat erzielen musst.

Angenommen dein Produkt verkaufst Du zu 49,90 € dann sagte allein der Taschenrechner, dass du mehr als 1600 Einheiten deines Produktes pro Monat verkaufen musst. Eine stolze Menge – falls Du es auch noch transportieren musst.

Das erste eigene Geld verdienen
Das erste eigene Geld verdienen

Angenommen du wolltest bei der gleichen Umsatzsumme Dienstleistungen im Handwerk anbieten, dann müssten rein theoretisch zehn voll ausgelastete Kollegen zum Stundensatz von 50 € permanent arbeiten (was in der Realität ziemlich unrealistisch ist).

Anhand solcher zugegebenermaßen recht einfachen Zahlen kann man aber recht einfach mögliche Wachstumsraten und damit auch die Notwendigkeit für Vertrieb und Marketing aufzeigen.

Wenn du also bei praktisch null Euro Umsatz beginnst und das Ziel hast, 80.000 € im Monat an Umsatz zu erzielen, dann wird dir etwa ein einfaches Kalkulationsbeispiele in Excel gute Hilfestellung leisten, wie sehr du am Anfang und in den Folgejahren wachsen musst, um am Ende den besagten Jahresumsatz von 1 Million € zu erreichen.

Bevor du überhaupt einen ersten Euro an Umsatz erzielen wirst, gilt es dabei die dafür notwenidgen Marketingmaßnahmen zu planen.

Das ist zugegebenermaßen nicht jedermanns Sache. Dennoch ist es absolut notwendig dass du dir von vornherein überlegst, auf welchem Weg und über welche Kanäle du neue Interessenten für dein Business erreichst und auf welchem Weg du in Zukunft Neukunden generieren möchtest.

Sofern du dein Business allein startest solltest dir unbedingt einen Weg überlegen, der ohne persönliche Interaktion dazu führt, dass potentielle Neukunden den Weg zu dir finden und nicht andersherum.

Da dieser bereits eine Webseite hast (siehe oben) solltest du hier schleunigst einen Newsletter einbauen und natürlich ab und zu etwas schreiben um deinen potentiellen Kunden einen Grund zu geben, deine Newsletter zu abonnieren über den du später deine eigene Werbung von Zeit zu Zeit an potentielle Neukunden lancieren kannst.

Auch wenn man auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Pinterest und bei B2B Geschäften auch XING oder Linkedin selten direkt Umsätze erzielt, so kann es für dich als junges Unternehmen sehr viel Sinn machen von vornherein hier auf diesen Plattformen präsent zu sein und entsprechende Neukunden zu gewinnen.

Bootstrapping spart bares Geld

Mach möglichst viel Sinnvolles selbst und vermeide wiederkehrende Kosten. Die Amerikaner propagieren bei der Gründung von neuen Startups, dass man so viel wie möglich selbst machen soll. Für das Nachdenken und das strategische Arbeiten an der eigenen Idee ist das sicherlich richtig. Ich würde heute so weit gehen zu sagen, dass du nach Möglichkeit versuchen solltest ,deine monatlich wiederkehrenden finanziellen und zeitlichen Belastungen so gering wie möglich zu halten.

Dieses Bootstrapping sorgt dafür, dass deine monatlichen Kosten sich in den ersten ein bis zwei Jahren im Rahmen bewegen und du auch bei eher schmalen Wachstumsraten dein Business vorantreiben kannst ohne dass dir die Schulden über den Kopf wachsen.

So kann es durchaus Sinn machen, bestimmte einzelne Dinge von vornherein nicht selbst zu machen (wie etwa Buchhaltung oder Steuern) aber dennoch die Gewissheit zu haben dass Sie Sachen fachgerecht ausgeführt werden und das bei überschaubaren Kosten. Hier ist oftmals etwas Kreativität gefragt.

Übrigens: Die bis hierhin beschriebenen fünf Schritte kannst du selbstverständlich auch neben deinem bisherigen Job nebenberuflich realisieren.

Auf diese Art und Weise kannst du parallel zu deiner bisherigen, sicheren Einkommensquelle ganz praktisch herausfinden, ob sich in der echten Welt jemand für dein neues Business begeistern kann. Auf diese Art und Weise kannst du für eine Zeit lang zweigleisig vorgehen und deine zukünftige Geschäftsidee sozusagen am Feierabend verfeinern bis du dann letztlich aus deinem alten Job rausgehst und vollkommen für dein neues Business und damit für dich selbst arbeitest.

Lese-Tipp: Wie man sein eigenes Unternehmen im Nebenberuf gründet, hat Thomas Mangold hier im Blog schon einmal beschrieben.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen ersten Schritten in dein neues Business. Auf welche Schwierigkeiten oder Probleme bist du während der ersten Phase deiner Geschäftsgründung gestoßen? Schreib sie in die Kommentare. Ich freu mich drauf.

P.S. Die Idee zu dem Artikel habe ich aus Entrepreneur.com. Da aber Google diesmal bei der Übersetzung einen super-lausigen Job gemacht hat – habe ich ihn wirklich selbst diktiert. Alle Vertipper inklusive.

 

 

 

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